Der Rückversicherer hat die Erwartungen übertroffen, ohne die Anleger zu elektrisieren. Swiss Re steigerte den Neunmonatsgewinn leicht, obwohl Analysten mit einem Rückgang gerechnet hatten. Die Aktie legte am Vormittag moderat zu.

Leben-Geschäft springt ein

Der Überschuss belief sich von Januar bis September auf knapp 4,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von drei Prozent. Konzernchef Andreas Berger sieht das Unternehmen damit auf dem „besten Weg“, das Jahresziel zu erreichen. Das Management peilt für 2026 mindestens 4,5 Milliarden Dollar Gewinn an.

Getragen wurde das Ergebnis von der Lebensrückversicherung. Deren Überschuss stieg um 43 Prozent. Der Vergleichswert war allerdings niedrig, weil Swiss Re in der Sparte 2025 hohe Wertkorrekturen vorgenommen hatte.

Schaden und Unfall unter Preisdruck

Im Schaden- und Unfallgeschäft fiel das Bild gemischter aus. Der Umsatz sank wegen des Preiskampfs in der Branche um drei Prozent auf 31,2 Milliarden Dollar. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich dennoch leicht von 77,6 auf 77,3 Prozent, unter anderem dank vergleichsweise geringer Großschäden.

Der Gewinn der Sparte ging trotzdem um sechs Prozent zurück. Sinkende Prämien schlagen also stärker durch als die geringere Schadenlast. Das passt zu den jüngsten Warnungen aus dem Management vor Preisverfall im Markt.

Aktie reagiert verhalten

An der SIX stieg die Aktie zeitweise um 0,9 Prozent auf 157,51 Franken. Europas Börsen insgesamt zeigten sich am Donnerstag freundlich, Swiss Re blieb damit eher im Mittelfeld. Neben den Zahlen spielte offenbar auch die allgemeine Stimmung eine Rolle.

Die Kursziele der Analysten liegen laut jüngsten Erhebungen zwischen 110 und 130 Franken. Das aktuelle Niveau notiert damit bereits über dem Rahmen. Für das Gesamtjahr zählt nun, ob das Leben-Geschäft den Margendruck in der Schaden- und Unfallsparte weiter ausgleichen kann und die Marke von 4,5 Milliarden Dollar hält.