Der Schweizer Rückversicherer treibt seine interne Neuaufstellung voran und holt sich dafür prominente Verstärkung. Mit einem ehemaligen BlackRock-Manager an der Spitze der Transformation und einer geplanten Währungsumstellung des Aktienkapitals stellt der Konzern kurz vor der anstehenden Generalversammlung wichtige Weichen für verschlankte Strukturen.

Seit Anfang April leitet Henock Teklu als neuer Group Chief Transformation Officer die konzernweiten Optimierungsprozesse. Der Neuzugang, der zuvor acht Jahre beim weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock in leitender Funktion tätig war, rückt direkt in die Geschäftsleitung auf. Parallel besetzt Swiss Re die Leitung für das Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft in der strategisch wichtigen Wachstumsregion Asien-Pazifik (ohne China) mit dem langjährigen Konzernmanager Tamas Bown neu.

Starke Kapitaldecke und Währungswechsel

Die personellen Veränderungen fallen in eine Phase finanzieller Stabilität. Mit einer geschätzten Solvenzquote (SST) von 250 Prozent agiert das Unternehmen aus einer komfortablen Position heraus. Das honorieren auch die Anleger: Auf Wochensicht legte das Papier um knapp fünf Prozent zu und ging am Freitag bei 145,50 Euro ins Wochenende.

Um die Betriebskosten weiter zu senken und die Kapitalrückführung zu strukturieren, hat der Verwaltungsrat ein konkretes Maßnahmenpaket geschnürt. Auf der Generalversammlung am kommenden Freitag (10. April) stimmen die Aktionäre über folgende Kernpunkte ab:

  • Erhöhung der Dividende um 9 Prozent auf 8,00 US-Dollar je Aktie
  • Neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar für 2026
  • Umstellung der Aktienkapitalwährung von Schweizer Franken auf US-Dollar

Der Wechsel zur operativen Leitwährung US-Dollar zielt direkt auf eine Vereinfachung der administrativen Abläufe ab. Mit dem Votum der Aktionäre am 10. April erhält das Management um den neuen Transformationschef Teklu das finale Mandat, diesen Effizienz- und Umbauplan in die Praxis umzusetzen.