Swiss Re: Tokio-Beben könnte 130–150 Mrd. USD kosten

Trotz Rekordgewinn 2025 und Aktienrückkäufen sehen Analysten bei Swiss Re nur begrenztes Kurspotenzial.

Swiss Re Aktie
Kurz & knapp:
  • Tsunami-Alarm erinnert an Risikowarnung
  • Steigende Kosten durch Naturkatastrophen erwartet
  • Barclays und RBC mit negativen Ratings
  • Quartalszahlen am 7. Mai im Fokus

Ein Tsunami-Alarm in Japan am 20. April hat eine alte Warnung von Swiss Re wieder in den Vordergrund gerückt. Der Rückversicherer hatte berechnet, dass ein schweres Erdbeben nahe Tokio versicherte Schäden von bis zu 150 Milliarden USD auslösen könnte — das wäre das teuerste Einzelereignis in der Geschichte der Versicherungsbranche.

Steigende Katastrophenkosten als Dauerthema

Swiss Re erwartet, dass die weltweiten versicherten Schäden aus Naturkatastrophen 2026 auf rund 148 Milliarden USD steigen. Zum Vergleich: Im Vorjahr lagen sie bei etwa 107 Milliarden USD. Das Unternehmen wertet den Rückgang 2025 nicht als Trendwende, sondern als zufällige Variabilität.

Das Risikoumfeld bleibt also angespannt. Kein Wunder, dass Analysten vor den Quartalszahlen am 7. Mai zurückhaltend klingen.

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Analysten sehen Kurspotenzial begrenzt

Barclays senkte das Kursziel am 15. April auf 114 CHF und behielt „Underweight“ bei. Als Gründe nannte die Bank Währungsgegenwind und eine schwache April-Erneuerungsrunde. RBC Capital Markets sieht den Titel ebenfalls als „Underperform“ mit einem Ziel von 118 CHF. JP Morgan bleibt neutral und hält 145 CHF für angemessen.

Das ist bemerkenswert, weil Swiss Re operativ liefert. Der Konzern erzielte 2025 einen Rekordgewinn von 4,8 Milliarden USD. Die Eigenkapitalrendite kletterte auf 19,6 Prozent. Laufend kauft das Unternehmen eigene Aktien zurück — das Programm hat bis Ende 2026 ein Volumen von bis zu 1,5 Milliarden USD.

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Kurs knapp über dem 50-Tage-Schnitt

Die Aktie notiert aktuell bei rund 144,70 Euro, ein leichtes Plus von 0,66 Prozent gegenüber dem Vortag. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 143 Euro — die Aktie hat ihn gerade erst zurückerobert. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von gut einem Prozent, der RSI von 43,6 signalisiert weder überkaufte noch überverkaufte Verhältnisse.

Am 7. Mai legt Swiss Re die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Analysten rechnen für das Gesamtjahr mit einem Gewinn je Aktie von rund 15,90 USD. Ob das Management dann auch eine Einschätzung zu den Erneuerungskonditionen im April gibt, dürfte die Reaktion der Skeptiker bei Barclays und RBC maßgeblich beeinflussen.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.