Die Aktie des Duft- und Aromenherstellers Symrise geriet am Montag unter Druck und verlor bis zu ein Prozent an Wert. Auslöser war der Kurseinbruch beim Branchenkollegen DSM-Firmenich, dessen Papiere in Amsterdam um fast sechs Prozent absackten. Der schweizerisch-niederländische Konzern hatte den Verkauf seiner Tierernährungssparte für 2,2 Milliarden Euro an den Finanzinvestor CVC bekannt gegeben – eine Transaktion, die bei Investoren für Stirnrunzeln sorgte.
Analysten zweifeln an der Bewertung
Die negative Stimmung schwappte direkt auf Symrise und den Schweizer Wettbewerber Givaudan über. Analysten zeigten sich skeptisch: Wim Hoste von KBC hatte die verkaufte Sparte eigentlich auf drei Milliarden Euro geschätzt. Chris Counihan von Jefferies verwies auf den zunächst nur 600 Millionen Euro umfassenden Barerlös und die komplexe Struktur mit erfolgsabhängigen Zahlungen. Zudem behält DSM-Firmenich 20 Prozent der Anteile – kein klarer Ausstieg also, wie Sebastian Satz von der Citigroup kritisch anmerkte.
Die Tierernährungssparte, die 2025 einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro erwirtschaftete und 8.000 Mitarbeiter beschäftigte, kämpft seit längerem mit billiger Konkurrenz aus China. DSM-Firmenich konzentriert sich nach dem Deal vollständig auf das Verbrauchergeschäft in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Beauty. Bereits 2025 hatte der Konzern seinen Geschäftsbereich „Feed Enzymes“ für 1,5 Milliarden Euro an das dänische Biotechnologieunternehmen Novonesis veräußert.
Symrise geht ähnlichen Weg
Interessant: Auch Symrise verfolgt eine Strategie der Portfoliobereinigung. Der Holzmindener Konzern kündigte erst kürzlich den Verkauf seines Terpen-Geschäfts an. Die operative Hürde für DSM-Firmenich dürfte laut Barclays-Analyst Alex Sloane allerdings hoch bleiben – das Unternehmen müsse nach dem Verkauf operativ wieder in Schwung kommen. Enttäuscht zeigte er sich zudem über die angekündigten Aktienrückkäufe in Höhe von nur 500 Millionen Euro statt der erwarteten Milliarde.
Der Deal soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Für Symrise-Anleger bleibt abzuwarten, wie sich die eigene Portfoliobereinigung entwickelt und ob die Branche insgesamt eine nachhaltige Erholung hinbekommt.
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