TAG Immobilien macht Kasse in Polen. Der Konzern bringt seine Tochtergesellschaft Robyg an die Warschauer Börse. Das Vorhaben generiert frisches Kapital für die dortige Expansion.

Der geplante Börsengang soll rund 400 Millionen Zloty einbringen. Das entspricht knapp 109 Millionen US-Dollar. Robyg gibt dafür neue Aktien aus. Parallel dazu verkauft die Hamburger Muttergesellschaft bestehende Anteile.

TAG Immobilien behält aber die Mehrheit an dem Projektentwickler. Privatanleger erhalten zehn Prozent der angebotenen Papiere. An der Führungsspitze ändert sich nichts. Eyal Keltsh leitet das Unternehmen weiterhin als CEO.

Expansion im Kernmarkt

Die frischen Mittel fließen direkt in den polnischen Markt. Robyg kauft damit neue Grundstücke. Außerdem finanziert das Unternehmen laufende und kommende Wohnungsbauprojekte.

Polen ist für TAG längst eine zentrale Säule der Unternehmensstrategie. Der Teil-Börsengang realisiert nun einen Teil dieses geschaffenen Wertes. Die operative Kontrolle bleibt dabei in Hamburg.

Aktie technisch angeschlagen

An der Börse steht die TAG-Aktie derweil unter Druck. Das Papier schloss am Dienstag bei 12,98 Euro. Auf Monatssicht verlor der Titel gut zwölf Prozent an Wert.

Damit rutschte der Kurs spürbar unter seine 50-Tage-Linie. Die Folge: Aus technischer Sicht nähert sich die Aktie einer überverkauften Zone. Der RSI-Wert liegt aktuell bei knapp 36.

Die hohe Schwankungsbreite von über 33 Prozent zeigt die anhaltende Nervosität im Immobiliensektor. Ein erfolgreiches IPO in Warschau liefert dem Markt bald eine konkrete Marktbewertung für das polnische Geschäft. Diese Transaktion definiert den Net Asset Value des Gesamtkonzerns neu.