Monatelang spekulierte die Gaming-Welt über astronomische Preise für das kommende „Grand Theft Auto VI“. Nun hat Take-Two-CEO Strauss Zelnick den Befürchtungen offenbar einen Riegel vorgeschoben und eine branchenübliche Preisgestaltung angedeutet. Während diese Nachricht bei Spielern für Erleichterung sorgt, braut sich an anderer Stelle ein massives Problem für den Publisher zusammen: Die neuen US-Zölle bedrohen das Hardware-Geschäft.
Klarheit beim wichtigsten Release des Jahrzehnts
In einem aktuellen Interview lieferte Zelnick den bislang deutlichsten Hinweis darauf, was Käufer für den nächsten GTA-Teil zahlen müssen. Er betonte, dass Spieler, die 70 oder 80 US-Dollar für einen Titel ausgeben, nicht mit störender In-Game-Werbung belästigt werden sollten. Obwohl er GTA VI nicht namentlich nannte, werten Branchenbeobachter diese Aussage als indirekte Bestätigung.
Ein Preis in dieser Spanne entspricht dem aktuellen Standard für aufwendige AAA-Produktionen und entkräftet Gerüchte über Kosten von 100 Dollar oder mehr. Offizielle Details zu Vorbestellungen werden nach der Vorlage der nächsten Quartalszahlen im Mai erwartet.
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Zölle belasten die Hardware-Preise
Abseits der Preisgestaltung für Software sieht sich die gesamte Branche mit einem handfesten makroökonomischen Gegenwind konfrontiert. Die von der US-Regierung verhängten Strafzölle in Höhe von 145 Prozent auf Importe aus China treffen Spielekonsolen und physische Datenträger mit voller Wucht. Laut der Consumer Technology Association könnten sich Konsolen dadurch um bis zu 69 Prozent verteuern.
Für Take-Two birgt dies Risiken, da der Erfolg von GTA VI im Herbst auch von einer breiten, bezahlbaren Hardware-Basis abhängt. Einen gewissen Schutz bietet dem Unternehmen allerdings der wachsende Trend zu digitalen Downloads. Da diese von den Zöllen ausgenommen sind, profitiert Take-Two hier von seinem steigenden Anteil an digitalen Einnahmen.
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Hohe Erwartungen vor den Quartalszahlen
Fundamental steht der Publisher vor einer entscheidenden Phase. Nach einem Kursrückgang von gut 20 Prozent seit Jahresbeginn ist die Aktie mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 5,7 ambitioniert bewertet – der Branchendurchschnitt der US-Unterhaltungsindustrie liegt bei lediglich 1,2. Für das abgelaufene vierte Quartal (Ende März 2026) hat das Management folgende Prognosen in Aussicht gestellt:
- Nettoumsatz: 1,57 bis 1,62 Milliarden US-Dollar
- Net Bookings: 1,51 bis 1,56 Milliarden US-Dollar
- Wachstum bei wiederkehrenden Verbraucherausgaben: 7 Prozent
- Operativer Cashflow: 450 Millionen US-Dollar
Die bevorstehenden Quartalszahlen im Mai bilden die finanzielle Ausgangsbasis für den größten Produktzyklus der Firmengeschichte. Mit dem festgesetzten Release von GTA VI am 19. November 2026 auf der PlayStation 5 und den Xbox Series-Konsolen rechnet das Management für das Geschäftsjahr 2027 fest mit Rekordeinnahmen. Bis dahin muss das Unternehmen beweisen, dass die starke digitale Ausrichtung ausreicht, um die drohenden Hardware-Zölle erfolgreich abzufedern.
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