Der Videospielsektor schwächelt, und die Papiere von Take-Two Interactive können sich diesem Abwärtssog derzeit nicht entziehen. Entlassungen bei Konkurrenten und ein verhaltenes Konsumklima drücken auf die Stimmung der Anleger. Während der Kurs operativ unter Druck steht, blickt die Wall Street bereits auf das kommende Jahr und einen historischen Release.
Branchensorgen belasten die Stimmung
Verantwortlich für die jüngste Zurückhaltung am Markt sind vor allem negative Nachrichten aus der gesamten Industrie. Der Konkurrent Epic Games strich kürzlich über 1.000 Stellen, da die Nutzerzahlen des Zugpferds Fortnite rückläufig sind. Solche Entwicklungen schüren Bedenken über eine generelle Schwäche im Videospielmarkt. Untermauert wird diese Skepsis durch Daten von Circana, wonach die Ausgaben für Videospiele in den USA im Februar im Jahresvergleich lediglich um ein Prozent gestiegen sind.
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Mit einem aktuellen Kurs von 167,24 Euro notiert der Titel deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 201,55 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von gut 22 Prozent.
Morgen endet für Take-Two das vierte Geschäftsquartal. Die für Mai erwartete Bilanzvorlage dürfte richtungsweisend werden, da das Management einen detaillierten Ausblick auf die Projekt-Pipeline bis 2029 angekündigt hat. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei unweigerlich Grand Theft Auto VI. Das Spiel soll am 19. November 2026 exklusiv für die aktuellen Konsolengenerationen von Sony und Microsoft auf den Markt kommen. Marktforscher prognostizieren für das erste Jahr nach Veröffentlichung rund 40 Millionen verkaufte Einheiten und Einnahmen von über drei Milliarden US-Dollar.
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Wall Street behält das Kursziel im Blick
Ungeachtet der aktuellen Branchenflaute halten Experten an ihren positiven Einschätzungen fest. Mehrere Investmentbanken sehen in dem anstehenden GTA-Release einen entscheidenden Katalysator für das Papier:
- Raymond James: Hochstufung auf „Strong Buy“ mit einem Kursziel von 285,00 US-Dollar.
- Wells Fargo: Bestätigung der „Overweight“-Einstufung bei einem leicht gesenkten Ziel von 295,00 US-Dollar.
- B. Riley Securities: Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300,00 US-Dollar.
Operativ zeigte sich Take-Two zuletzt robust. Im dritten Geschäftsquartal stiegen die Nettobuchungen um 28 Prozent auf 1,76 Milliarden US-Dollar, woraufhin das Unternehmen seine Jahresprognose anhob. Auch die Erwartungen an den operativen Cashflow wurden von 250 Millionen auf 450 Millionen US-Dollar nach oben korrigiert. Die Präsentation der Quartalszahlen im Mai liefert nun den konkreten Fahrplan für die kommenden Jahre und legt den Grundstein für die Phase bis zur Veröffentlichung des neuen Blockbusters.
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