Grand Theft Auto VI soll die Unterhaltungsbranche auf den Kopf stellen. Doch die Aktie des Publishers erzählt gerade eine andere Geschichte.
Take-Two-Chef Strauss Zelnick ist überzeugt: Wenn GTA 6 am 19. November 2026 erscheint, werden sich Millionen Menschen krankmelden. Er nannte den Titel das „spektakulärste Unterhaltungswerk der Geschichte“. Die Marketingkampagne startet im Sommer — der nächste große Trailer kommt frühestens im Juli.
Besetzung und Entwicklung
Schauspieler Jim Santangeli bestätigte seine Beteiligung an GTA 6. Bekannt aus Red Dead Redemption 2, beschreibt er seine Rolle als kleinen Auftritt. Es ist seine dritte Zusammenarbeit mit Rockstar Games, nach GTA 4 und der Red Dead-Reihe.
Das Spiel spielt in einer neu interpretierten Version von Vice City. Die zwei Hauptfiguren heißen Lucia Caminos und Jason Duval. Rockstar North entwickelt den Titel für PlayStation 5 und Xbox Series X/S.
Hardware-Krise als Risikofaktor
Hier liegt das eigentliche Problem. Ein internes Xbox-Memo vom 10. Juni 2026 warnt vor einer „unhaltbaren Hardware-Lücke“. Speicher- und RAM-Preise könnten bis Ende 2027 auf das Fünffache der Werte von 2024 steigen. Treiber ist die massive Nachfrage von KI-Unternehmen nach denselben Komponenten.
Weniger verfügbare und teurere Konsolen bedeuten: weniger potenzielle Käufer für Take-Twos Premium-Titel. Das trifft den Publisher genau dann, wenn er auf den größten Launch seiner Geschichte setzt.
Aktie unter Druck
Die Kursentwicklung spiegelt die Unsicherheit wider. Mit 181,50 Euro liegt die Aktie rund 19 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 225,30 Euro aus dem Oktober 2025. Seit Jahresbeginn hat sie fast 16 Prozent verloren. Der RSI von 39,4 zeigt: Die Aktie nähert sich überverkauftem Terrain, hat aber noch keinen stabilen Boden gefunden.
Technisch handelt das Papier unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 187 Euro und deutlich unter dem 200-Tage-Schnitt von knapp 200 Euro. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei fast 34 Prozent — kein ruhiges Fahrwasser.
Das Spannungsfeld ist klar: Auf der einen Seite ein potenziell historischer Launch. Auf der anderen Seite eine Hardwareversorgung, die genau dann ins Wanken gerät, wenn Take-Two sie am dringendsten braucht. Ob GTA 6 die Erwartungen in Umsatz ummünzen kann, hängt wesentlich davon ab, wie viele Konsolen bis November überhaupt im Handel stehen.
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