Sony hat den Preis der PlayStation 5 zum zweiten Mal in weniger als einem Jahr angehoben — und das rund acht Monate vor dem geplanten GTA-VI-Launch. Für Take-Two Interactive kommt diese Entwicklung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Teurere Hardware, kleineres Publikum?
Ab dem 2. April 2026 kostet die Standard-PS5 in den USA 649,99 Dollar, die Digital Edition 599,99 Dollar und die PS5 Pro sogar 899,99 Dollar. Sony begründet die Erhöhungen mit gestiegenen Komponentenkosten, insbesondere bei Speicherbausteinen und Halbleitern — Materialien, die durch die wachsende Nachfrage aus der KI- und Rechenzentrumsbranche teurer geworden sind.
Die PS5 ist die primäre Plattform für GTA VI, das Take-Two für den 19. November 2026 bestätigt hat. Piers Harding-Rolls von Ampere Analysis warnt, dass steigende Hardwarepreise die Zahl aktiver Spieler bremsen könnten — und damit auch die Nachfrage nach neuen Titeln wie GTA 6. „Diese Entwicklung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für Sony und Microsoft“, so der Analyst, da beide Plattformhersteller eigentlich vom Verkaufsschub durch GTA VI profitieren wollten.
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CEO Zelnick gibt sich gelassen
Take-Two-Chef Strauss Zelnick sieht die Lage weniger dramatisch. Er erklärte gegenüber The Game Business, dass der DRAM-Engpass die Verfügbarkeit von Konsolen im Markt nicht beeinträchtigen werde. Ob steigende Einstiegspreise dennoch die Käuferbasis für GTA VI verkleinern, bleibt eine offene Rechnung.
Reicht die Preiserhöhung aus, um die Installationsbasis der PS5 bis zum November-Launch spürbar zu begrenzen? Sony selbst hatte GTA VI bereits als einen der wichtigsten Treiber für PS5-Verkäufe identifiziert — ein Widerspruch, der die Entscheidung zur Preiserhöhung umso bemerkenswerter macht.
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Analysten bleiben optimistisch
An der Börse steht die Aktie unter Druck: Seit Jahresbeginn hat sie rund 21 Prozent verloren und notiert deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Das Wall-Street-Konsensrating bleibt dennoch auf „Strong Buy“, gestützt von 16 Kaufempfehlungen der vergangenen drei Monate. Analysten erwarten, dass der Konzernumsatz von rund 6,7 Milliarden Dollar im laufenden Jahr bis 2030 auf etwa 10,7 Milliarden Dollar steigen könnte — getragen maßgeblich von GTA VI und weiteren Franchise-Rückkehrern.
Die nächsten Quartalszahlen werden für den 13. Mai 2026 erwartet. Bis dahin dürfte die Debatte über Hardwarepreise und Marktreichweite die Stimmung rund um die Aktie weiter prägen.
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