Take-Two: US-Gaming-Markt +12% auf 5,3 Milliarden

Take-Two steht vor einem Gewinneinbruch, doch die Vorfreude auf GTA VI treibt die Aktie. Analysten sehen Kurspotenzial bis zum Release.

Take-Two Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn je Aktie sinkt um 73 Prozent
  • Vanguard erhöht Anteile an Take-Two
  • GTA VI erscheint am 19. November 2026
  • Umsatzprognose von drei Milliarden Dollar

Der US-Gaming-Markt wächst rasant. Parallel dazu stockt der weltgrößte Vermögensverwalter Vanguard seine Anteile an Take-Two Interactive auf. Die Aktie des Videospielkonzerns notiert seit Jahresbeginn dennoch knapp 15 Prozent im Minus. Bei Take-Two klaffen aktuelle Bilanzen und zukünftige Erwartungen weit auseinander.

Rückenwind aus dem Markt

Vanguard Group hat im vierten Quartal leicht zugekauft. Mit knapp 22 Millionen Aktien bleibt das Haus einer der größten institutionellen Investoren. Das Marktumfeld liefert dafür gute Argumente. Im März stiegen die Ausgaben für Videospiele in den USA um zwölf Prozent auf 5,3 Milliarden US-Dollar.

Take-Two profitiert davon direkt. Das hauseigene Wrestling-Spiel „WWE 2K25“ startete stark und belegt bereits den dritten Platz der Jahresbestseller.

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Ein optischer Gewinneinbruch

Analysten erwarten für das vierte Geschäftsquartal dennoch einen massiven Rückgang. Der Gewinn je Aktie dürfte um rund 73 Prozent auf 0,20 US-Dollar einbrechen. Dieser Absturz hat vor allem strukturelle Gründe. Hohe Abschreibungen aus der Zynga-Übernahme belasten die Bilanz.

Hinzu kommen gewaltige Entwicklungskosten für das kommende „Grand Theft Auto VI“. Das Budget für den Blockbuster wird auf zwei Milliarden Dollar geschätzt. Diese Summen fließen aktuell als aktivierte Eigenleistungen in die Bücher ein. Sobald das Spiel erscheint, wandeln sie sich in Abschreibungen um. Der eigentliche Mittelabfluss ist längst passiert. Die Folge: ein rein optischer Gewinneinbruch.

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Warten auf den Milliarden-Bringer

Alles blickt auf den 19. November 2026. Dann soll „GTA VI“ offiziell erscheinen. Analysten trauen dem Titel im ersten Jahr 40 Millionen verkaufte Kopien zu. Das entspräche einem Umsatz von drei Milliarden Dollar.

Bis dahin sichern wiederkehrende Einnahmen das Fundament. Im dritten Quartal stiegen diese Umsätze durch In-Game-Käufe und Abos um 22 Prozent. Die Wall Street bleibt entsprechend optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 277 US-Dollar.

Aktuell kostet die Take-Two-Aktie rund 183 Euro. Damit hat der Kurs seine 50-Tage-Linie knapp hinter sich gelassen. Am 21. Mai legt das Management die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Dann achten Investoren vor allem auf ein Detail: neue Prognosen zu den Vorbestellungen für das wichtigste Spiel der Unternehmensgeschichte.

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Über Dieter Jaworski 3582 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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