Tele Aktie: Unangenehme Herausforderungen?

Der schwedische Telekomkonzern Tele2 meldet deutlichen Anstieg von Cashflow und Gewinn, doch die vorsichtige Prognose für 2026 belastet den Aktienkurs.

Tele Aktie
Kurz & knapp:
  • Freier Cashflow steigt um 42 Prozent
  • Dividende wird um 65 Prozent erhöht
  • Vorsichtige Wachstumsprognose für 2026
  • Umbau mit Stellenabbau vorangetrieben

Die Aktie des schwedischen Telekom-Anbieters Tele2 geriet am Mittwoch unter Druck und verlor mehr als 4 Prozent an Wert. Der Grund: Die Wachstumsprognose für 2026 enttäuschte die Anleger, obwohl das Unternehmen für 2025 einen beeindruckenden Anstieg beim freien Cashflow um 42 Prozent vermeldete.

Das vierte Quartal 2025 präsentierte sich aus operativer Sicht solide. Das bereinigte EBITDAaL kletterte um 13 Prozent organisch auf 2,97 Milliarden Schwedische Kronen. Die Endkundenerlöse aus Dienstleistungen stiegen um 4 Prozent auf 5,62 Milliarden Kronen. Beim Gewinn nach Finanzierungskosten verzeichnete Tele2 einen Anstieg von 1,2 auf 1,5 Milliarden Kronen.

Was bremst die Euphorie?

Für das laufende Jahr stellt Tele2 ein organisches Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich bei den Serviceerlösen in Aussicht. Beim bereinigten EBITDAaL rechnet das Management mit einem Zuwachs im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich. Diese Prognose liegt deutlich unter dem Wachstum von 11,4 Prozent, das 2025 beim EBITDAaL erzielt wurde.

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Der freie Cashflow erreichte im Gesamtjahr 6,20 Milliarden Kronen – ein deutlicher Sprung von 4,38 Milliarden Kronen im Vorjahr. Trotz dieser starken Entwicklung scheint der Markt die verlangsamte Dynamik kritisch zu bewerten. Die Kapitalkosten sollen 2026 zwischen 10 und 11 Prozent des Umsatzes liegen, wobei Spektrum-Ausgaben und Leasingkosten nicht eingerechnet sind.

Dividende und Umbauprogramm

Der Vorstand schlägt eine Dividende von 10,50 Kronen je Aktie vor – ein Anstieg um 65 Prozent gegenüber den 6,35 Kronen des Vorjahres. Die Ausschüttung entspricht 118 Prozent des freien Cashflows für 2025. Parallel dazu hat CEO Jean Marc Harion den Konzernumbau vorangetrieben: Bis Ende Dezember wurden rund 650 Stellen abgebaut. Die Restrukturierungskosten beliefen sich im Gesamtjahr auf 500 Millionen Kronen.

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Operative Fortschritte zeigen sich im Kerngeschäft. Am 1. Dezember 2025 schaltete Tele2 sein 2G- und 3G-Netz in Schweden ab. Eine unabhängige Studie bescheinigt dem Unternehmen das schnellste 5G-Netz Schwedens mit 99 Prozent Bevölkerungsabdeckung. Im November sicherte sich das Joint Venture Net4Mobility neues 1.800-MHz-Spektrum für 466 Millionen Kronen.

Das Segment Schweden Consumer verzeichnete ein Umsatzplus von 2 Prozent, während das Geschäftskundensegment um 7 Prozent zulegen konnte. Die baltischen Aktivitäten wuchsen in lokaler Währung um 6 Prozent. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung sank von 26,21 auf 24,28 Milliarden Kronen – das Verhältnis zum EBITDAaL verbesserte sich von 2,5 auf 2,1.

Im dritten Quartal unterzeichnete Tele2 eine Vereinbarung zur Ausgliederung passiver Telekom-Infrastruktur im Baltikum. Gemeinsam mit GCI entsteht ein baltisches Funkturmunternehmen mit einem Unternehmenswert von 560 Millionen Euro auf schuldenfreier Basis. Nach Abschluss der Transaktion Anfang 2026 erwartet Tele2 Barmittel von rund 430 Millionen Euro.

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