Die Aktie des spanischen Telekom-Riesen ist am Dienstag regelrecht abgestürzt. Minus elf Prozent auf 3,808 Euro – ein böses Erwachen für alle, die auf verlässliche Ausschüttungen gesetzt hatten. Zwar konnte sich das Papier zwischenzeitlich etwas erholen und handelte später bei 3,91 Euro, doch der Schaden war angerichtet. Was war geschehen?
Die Zahlen für das dritte Quartal waren ohnehin durchwachsen. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft brach um satte 45,1 Prozent auf 271 Millionen Euro ein. Das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel von 0,08 auf 0,04 Euro – mehr als halbiert. Auch das operative EBITDA gab nach und sank um 1,5 Prozent auf 3,07 Milliarden Euro. Organisch betrachtet legte es zwar um 1,2 Prozent zu, doch die Erlöse wuchsen nur minimal um 0,4 Prozent auf 8,96 Milliarden Euro.
Halbierte Dividende – und dann?
Doch das eigentliche Drama spielte sich bei der Dividende ab. Für 2026 plant der Konzern, die Ausschüttung auf 15 Cent je Aktie zu halbieren. Danach sollen nur noch 40 bis 60 Prozent des Gewinns an die Aktionäre fließen – bisher waren es deutlich mehr. JPMorgan-Analyst Akhil Dattani rechnete vor: Das bedeutet mittelfristig einen Rückgang des verfügbaren Cashflows für Aktionäre um 20 Prozent. Bereits jetzt lag der freie Mittelzufluss im dritten Quartal weit unter den Erwartungen.
CEO Marc Murtra begründete den radikalen Schritt mit einer neuen Wachstumsstrategie. Die eingesparten Millionen sollen ins Kerngeschäft sowie in neue Bereiche wie Verteidigung und Cybersicherheit fließen. O2-Kunden in Deutschland kennen die Marke – doch ob diese Investitionen den Kursverlust wettmachen können, bleibt offen.
Zurück auf Januar-Niveau
Mit dem Kurseinbruch fiel die Aktie wieder auf das Niveau von Anfang 2025 zurück. Vom Mehrjahreshoch bei knapp 4,90 Euro im Sommer hat sich das Papier um fast ein Fünftel entfernt. Die Bären haben klar das Kommando übernommen. Für 2025 bestätigte der Konzern zwar seine Ziele – organisches Wachstum bei Umsatz und EBITDA sowie eine Dividende von 0,30 Euro in bar. Doch die Frage bleibt: Reicht das, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen?
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