Telenor ASA Aktie: Milliarden-Rückkauf startet

Telenor schließt den Verkauf seiner Thailand-Beteiligung ab und startet ein umfangreiches Rückkaufprogramm. Die starken nordischen Geschäfte stützen die Quartalsergebnisse und finanzieren die strategische Neuausrichtung.

Telenor ASA Aktie
Kurz & knapp:
  • Abschluss des Verkaufs der True-Beteiligung in Thailand
  • Starkes Wachstum bei EBITDA und Gewinn je Aktie
  • Strategische Fokussierung auf nordische Kernmärkte
  • Stabile Dividende und solide Verschuldungsquote

Telenor ASA verlagert den Schwerpunkt radikal auf die nordischen Märkte – und belohnt Aktionäre mit einem 15 Milliarden Kronen schweren Rückkaufprogramm. Der norwegische Telekommunikationskonzern hat den Verkauf seiner 30-prozentigen Beteiligung an True Corporation in Thailand für rund 39 Milliarden Kronen abgeschlossen und zieht sich damit weiter aus Asien zurück. Nach dem Ausstieg aus Pakistan Ende Dezember 2025 nimmt die Transformation des einst in neun asiatischen Ländern aktiven Unternehmens konkrete Formen an.

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 unterstreichen die Stärke der nordischen Geschäfte: Der bereinigte EBITDA kletterte um 11,7 Prozent auf 8,56 Milliarden Kronen, getrieben durch solide Entwicklungen in Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland. Der bereinigte Gewinn je Aktie schoss um 89 Prozent auf 2,21 Kronen nach oben. Für das Gesamtjahr erreichte der freie Cashflow vor Übernahmen 12,87 Milliarden Kronen und erfüllte damit nahezu die selbst gesetzte Zielmarke von 13 Milliarden Kronen.

Nordische Wachstumsmaschine läuft

Die nordischen Märkte entwickelten sich im Schlussquartal besonders stark. Die Serviceerlöse stiegen organisch um 2,8 Prozent, während der EBITDA um 8,7 Prozent zulegte. In Norwegen kletterten die Serviceerlöse um 2,9 Prozent, gestützt durch ein ARPU-Wachstum von 5 Prozent. Schweden überraschte mit einem EBITDA-Anstieg von 11 Prozent und erreichte erstmals eine operative Marge von 40 Prozent – ein Meilenstein für die schwedische Tochter.

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Finnland erwies sich als härtester Markt: DNA kämpfte mit aggressivem Preiswettbewerb eines neuen Mobilfunkanbieters und tiefen Rabatten eines etablierten Netzanbieters. Trotzdem wuchs der EBITDA um 6,6 Prozent. Die dänische Einheit steigerte Serviceerlöse um 3,6 Prozent, wobei alle Betreiber in den vergangenen Monaten Listenpreise anhoben.

Kapital für Nordics und Aktionäre

Von den 32 Milliarden Kronen aus der ersten Tranche des True-Verkaufs fließen 15 Milliarden in das Rückkaufprogramm, das über drei Jahre laufen soll. Die Hauptversammlung am 19. Mai muss noch zustimmen. Weitere 11,5 Milliarden tilgen eine im Mai fällige Euro-Anleihe, während 6 Milliarden die Übernahme der Verbrauchersparte von GlobalConnect Norway im zweiten Quartal finanzieren. Die verbleibenden 7 Milliarden aus der zweiten Tranche des True-Deals will Telenor für weitere nordische Akquisitionen nutzen – oder ebenfalls an Aktionäre ausschütten, falls keine attraktiven Gelegenheiten entstehen.

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Der Vorstand schlägt eine Dividende von 9,70 Kronen je Aktie für 2025 vor, ein Plus von einem Prozent. Die Nettoverschuldung sank auf 81,73 Milliarden Kronen, das Verschuldungsverhältnis liegt mit dem 2,2-Fachen des EBITDA komfortabel im Zielkorridor von 1,8 bis 2,3.

Ausblick mit gedämpften Erwartungen

Für 2026 rechnet Telenor mit niedrig einstelligem Wachstum der Serviceerlöse in den nordischen Märkten und mittleren einstelligen EBITDA-Zuwächsen. Der freie Cashflow vor Übernahmen soll zwischen 10 und 11 Milliarden Kronen liegen. Das zweite Quartal dürfte vergleichsweise schwach ausfallen: Die vorteilhaften Effekte aus dem nationalen Roaming-Vertrag mit Ice in Norwegen entfallen ab Mitte März, nachdem sie 2025 rund 550 Millionen Kronen beigesteuert hatten.

In Bangladesch bleibt die Lage angespannt. Grameenphone steigerte die Serviceerlöse im vierten Quartal organisch nur um 3,4 Prozent, belastet durch ein schwaches makroökonomisches Umfeld und harten Preiswettbewerb. Anfang Januar sicherte sich die Tochter allerdings wichtige Frequenzen im 700-MHz-Band für 1,8 Milliarden Kronen. CFO Torbjørn Wist bekräftigte, dass Telenor sowohl in Grameenphone als auch in CelcomDigi in Malaysia langfristig engagiert bleibt.

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Über Dieter Jaworski 1412 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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