Temple Bar Investment Trust Aktie: Aufstockung läuft

Der britische Investment Trust hat eigene Aktien aus dem Treasury zu einem Aufschlag von rund drei Prozent auf den Nettoinventarwert verkauft, was auf eine starke Nachfrage hindeutet.

Temple Bar Investment Trust Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf von 200.000 eigenen Aktien zu 400,60 Pence
  • Transaktion erfolgte mit Premium zum Nettoinventarwert
  • Anzahl stimmberechtigter Aktien steigt auf 294,75 Millionen
  • Trust darf auch in Closed Period Aktien handeln

Temple Bar Investment Trust hat am Montag insgesamt 200.000 eigene Aktien aus dem Treasury-Bestand zu einem Preis von 400,60 Pence je Anteilsschein zurück auf den Markt gebracht. Die Papiere wurden dabei zu einem deutlichen Aufschlag zum jüngsten Nettoinventarwert verkauft – ein Signal dafür, dass die Nachfrage nach dem britischen Investment Trust derzeit anzieht.

Zum Vergleich: Der NAV mit Schulden zum Nennwert lag zum Börsenschluss am 16. Februar bei 388,73 Pence je Aktie (inklusive Erträge). Die Rückführung der Treasury-Aktien erfolgte somit zu einem Premium von rund drei Prozent über dem Inventarwert. Nach der Transaktion hält Temple Bar noch 39,61 Millionen eigene Aktien im Treasury, während sich die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien auf 334,36 Millionen beläuft.

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Stimmrechte steigen auf 294,7 Millionen

Durch die Wiederausgabe der Anteile erhöht sich die Zahl der stimmberechtigten Aktien auf nun 294,75 Millionen. Diese Kennzahl ist relevant für Großaktionäre, die prüfen müssen, ob sie Mitteilungspflichten unter den britischen Transparenzregeln erfüllen müssen. Die Schwellenwerte für Stimmrechtsmitteilungen orientieren sich an der Gesamtzahl der Stimmrechte.

Der Trust verwaltet von RWC Asset Management und wird von Frostrow Capital als Administrator betreut. Das Unternehmen hat heute zusätzlich bestätigt, dass es während der laufenden Closed Period – die bis zur Veröffentlichung der Jahreszahlen für 2025 am oder nach dem 20. März andauert – weiterhin eigene Aktien handeln darf. Grund: Es liegen keine wesentlichen Abweichungen zwischen dem zuletzt veröffentlichten NAV zum 31. Dezember 2025 und den zu erwartenden Jahreszahlen vor.

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NAV mit fairer Bewertung der Schulden höher

Interessant ist die Differenz zwischen den beiden ausgewiesenen Nettoinventarwerten: Bewertet man die Schulden des Trusts zu fairen Marktwerten statt zum Nennwert, liegt der NAV bei 392,80 Pence (inklusive Erträge) – also nochmals vier Pence höher. Diese Diskrepanz entsteht durch Zinsänderungen am Anleihemarkt, die den Marktwert bestehender Schulden beeinflussen.

Die jüngste Treasury-Transaktion ist ein typischer Mechanismus, mit dem Investment Trusts ihren Discount zum NAV steuern. Handelt die Aktie über dem Inventarwert, können Anteile aus dem Treasury verkauft werden, was verwässernd wirkt, aber zusätzliche Liquidität schafft. Der aktuelle Verkaufspreis deutet darauf hin, dass Temple Bar derzeit mit einem kleinen Aufschlag zum bilanziellen Wert gehandelt wird – für britische Investment Trusts eher ungewöhnlich, da viele dieser Vehikel historisch mit Abschlägen notieren.

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Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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