Der japanische Medizintechnik-Konzern Terumo meldet für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 die höchsten Umsätze der Firmengeschichte – doch die Börse reagierte am 13. Februar 2026 mit einem Kursrückgang von 2,87 Prozent auf 2.070 Yen. Die Zahlen mögen beeindruckend sein, doch Anleger blicken besorgt auf steigende Zollbelastungen und Inflationsdruck.
Nordamerika treibt Wachstum voran
Im dritten Quartal steigerte Terumo den Umsatz auf 296,6 Milliarden Yen – ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf Neunmonatssicht erreichten die Erlöse 831,6 Milliarden Yen, was einem währungsbereinigten Wachstum von neun Prozent entspricht. Der bereinigte operative Gewinn kletterte auf 173,5 Milliarden Yen, bei einer soliden Marge von 20,9 Prozent.
Besonders stark entwickelte sich das Nordamerika-Geschäft mit einem zweistelligen Wachstum. Die Cardiac-and-Vascular-Sparte profitierte von der robusten Nachfrage nach interventionellen Produkten, während im Blut- und Zelltechnologie-Segment das Rika-Plasmasammelsystem und Vollblutentnahmesysteme die Umsätze antrieben.
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Allerdings trübten sich die Geschäfte im dritten Quartal leicht ein: Der operative Gewinn sank trotz Umsatzwachstum, was auf Einmalaufwendungen und die Konsolidierung der Akquisitionen zurückzuführen ist. Die im Mai 2025 übernommene Leverkusener Produktionsstätte belastete das Ergebnis mit 1,6 Milliarden Yen, während OrganOx – erst seit Ende Oktober 2025 vollständig konsolidiert – immerhin 500 Millionen Yen zum Gewinn beisteuerte.
Zölle fressen Preiseffekte auf
CFO Jin Hagimoto machte deutlich, dass Zollbelastungen die Profitabilität belasten. Allein im dritten Quartal beliefen sich die negativen Auswirkungen auf 4,2 Milliarden Yen, kumuliert über neun Monate auf sieben Milliarden Yen. Zwar konnte Terumo durch Preiserhöhungen gegensteuern – diese brachten im Quartalsvergleich 3,5 Milliarden Yen zusätzlich ein – doch das Management warnt vor der Nachhaltigkeit dieser Strategie in einem inflationären Umfeld.
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Die OrganOx-Akquisition entwickelt sich indes besser als erwartet. Das auf Organtransport spezialisierte Unternehmen steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich von 13 auf 21 Prozent. Allerdings gab es im dritten Quartal einen Dämpfer durch einen Mangel an Organspenden, was die Wachstumsdynamik vorübergehend bremste.
Restrukturierung für GS26-Ziele
Für das Schlussquartal plant Terumo Restrukturierungsmaßnahmen mit Einmalkosten von rund fünf Milliarden Yen. Davon entfallen eine Milliarde Yen auf Personalabbau im Ausland, was ab dem kommenden Geschäftsjahr jährliche Einsparungen von drei Milliarden Yen bringen soll. Das Management betont, alle notwendigen negativen Effekte noch im laufenden Geschäftsjahr 2025 verbuchen zu wollen, um bereinigt ins finale Jahr des strategischen Plans GS26 zu starten.
Die Führungsriege zeigte sich in der Telefonkonferenz mit dem aktuellen Aktienkurs unzufrieden. Man sei auf Kurs, die GS26-Ziele zu erreichen: zweistelliges Umsatzwachstum, eine operative Marge von 20 Prozent und eine Kapitalrendite von zehn Prozent. Doch die Börse scheint skeptisch, ob Terumo angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und Kostendruck diese ambitionierten Ziele tatsächlich einlösen kann.
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