Tesla Aktie: Doppeldruck

Tesla steht vor einer wichtigen Frist der US-Verkehrsbehörde zur Autopilot-Software, während Elon Musk vor Gericht aussagt. Die Aktie leidet zudem unter schwachem Autogeschäft trotz starkem Energiesektor.

Tesla Aktie
Kurz & knapp:
  • Wichtige NHTSA-Frist zur FSD-Software am 9. März
  • Elon Musk in Aktionärsprozess zu Twitter-Kauf
  • Autoverkäufe sinken, Energiespeicher wächst stark
  • Hohe Bewertung trotz operativer Herausforderungen

Tesla bekommt es diese Woche gleich von zwei Seiten mit Gegenwind zu tun: Eine wichtige Frist der US-Verkehrssicherheitsbehörde zur Autopilot-Software rückt näher, während Elon Musk parallel vor Gericht aussagt. Genau diese Mischung aus Regulierung und Schlagzeilen hält die Aktie kurzfristig unter Spannung. Doch worauf kommt es jetzt wirklich an?

Frist am 9. März: FSD unter Beobachtung

Der nächste konkrete Termin steht bereits fest: Bis 9. März muss Tesla der NHTSA umfangreiche Unterlagen zu Unfällen im Zusammenhang mit der Untersuchung zu möglichen Verkehrsverstößen durch Full Self-Driving (FSD) liefern. Nachdem das Unternehmen bereits eine zweite Fristverlängerung erhalten hatte, ist der Spielraum nun weitgehend aufgebraucht.

Gefordert sind unter anderem Crash-Videos, CAN-Bus-Logs und Daten aus dem Event Data Recorder zu Vorfällen mit neueren FSD-Versionen. Der Markt schaut dabei weniger auf „positive“ Neuigkeiten – entscheidend ist, dass die Einreichung vollständig, konsistent und sauber dokumentiert wirkt. Denn eine unsaubere Lieferung könnte laut Text Geldstrafen, Rückrufe oder Verzögerungen beim Ausbau von unbeaufsichtigtem FSD und Robotaxi-Plänen nach sich ziehen.

Hintergrund: Teslas Robotaxis waren laut NHTSA-Daten seit dem Start des Dienstes in Austin im Juni 2025 in 14 Unfälle verwickelt. Die fünf jüngsten Vorfälle im Dezember und Januar verliefen demnach ohne Verletzte, es gab aber Sachschäden. Zwei weitere Vorfälle im Juli und Oktober führten zu leichten Verletzungen.

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Parallel dazu: Musk vor Gericht

Zusätzlich läuft in San Francisco ein Aktionärsprozess, in dem Musk vorgeworfen wird, falsche oder irreführende Aussagen gemacht zu haben, die den Twitter-Kurs vor seinem Kauf 2022 belastet hätten. Klägerseite sind Twitter-Aktionäre, die zwischen dem 13. Mai und 4. Oktober 2022 verkauft hatten.

Die Vorwürfe drehen sich um Aussagen zu Bot-Problemen und die Drohung, den Deal platzen zu lassen, um Druck auf den Verwaltungsrat für einen niedrigeren Preis auszuüben. Musk verteidigt sich im Zeugenstand gegen die Darstellung, er habe seine Social-Media-Reichweite genutzt, um den Kurs gezielt zu drücken. Der Terminplan des Gerichts reicht laut Text bis 19. März – die Nachrichtenlage dürfte also vorerst wechselhaft bleiben.

Fundamentales Bild: Energie stützt, Auto-Geschäft schwächelt

Operativ zeigt sich ein gemischtes Bild. Tesla schlug zwar im vierten Quartal die Gewinnschätzungen (0,50 US-Dollar je Aktie bereinigt vs. 0,45 erwartet) und lag beim Umsatz mit 24,90 Mrd. US-Dollar knapp über den Erwartungen. Gleichzeitig offenbarten die Zahlen eine deutliche Spaltung im Geschäft.

Die Fahrzeugauslieferungen fielen im Quartal um 16%, der Jahresumsatz sank um 3% – erstmals überhaupt. Besonders auffällig: In Europa gingen die Registrierungen laut Text um 48% gegenüber dem Vorjahr zurück.

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Stabiler wirkt das Energiespeicher-Geschäft. 2025 stieg der Umsatz dort auf 12,77 Mrd. US-Dollar (+27%), im vierten Quartal auf 3,84 Mrd. US-Dollar (+25%). Zudem lagen die Bruttomargen im Quartal bei 28,7%, der Bruttogewinn erreichte 1,1 Mrd. US-Dollar – ein Rekord in diesem Segment. Für 2026 plant Tesla außerdem Capex von über 20 Mrd. US-Dollar, um Ausbau in KI, Robotik und Halbleiter-Infrastruktur zu finanzieren.

Bewertung und Wettbewerb: Viel Zukunft eingepreist

Der Text nennt mehrere Risikofaktoren: Teslas Abhängigkeit von Giga Shanghai mache das Unternehmen anfällig für Veränderungen in der US-China-Handelspolitik. Zudem deuten sinkende Wartezeiten in China (nur noch 1–3 Wochen) und zunehmender Konkurrenzdruck durch lokale Modelle wie den Xiaomi SU7 auf eine schwierigere Nachfragesituation hin.

Dazu kommt: Die Bewertung ist hoch. Das KGV (TTM) liegt laut Text bei rund 375, deutlich über dem 10-Jahres-Median von 139. Auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis wird mit rund 15,9 angegeben. Das unterstreicht, wie stark der Markt bereits auf zukünftiges Wachstum – insbesondere im Autonomie-Geschäft – setzt.

Ausblick: Kurzfristig zählt der 9. März

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit auch technisch wider: Heute liegt die Aktie bei 343,15 Euro und damit rund 6% unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Der kurzfristig wichtigste Kurstreiber dürfte jedoch weniger die Charttechnik sein als die Frage, ob Tesla die NHTSA-Einreichung am 9. März ohne zusätzliche regulatorische Folgewellen über die Bühne bekommt. Danach rückt der nächste operative Schritt in den Fokus: Tesla plant im ersten Halbjahr 2026 die Ausweitung seiner FSD-Flotte auf sieben weitere US-Märkte – zentral, um Datenbasis und Praxistests für das Autonomie-Narrativ zu skalieren.

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