Die Tesla-Aktie hält sich aktuell wacker über der Marke von 400 US-Dollar, doch hinter den Kulissen wachsen die Herausforderungen für den E-Auto-Pionier. Regulierungsbehörden bremsen die ambitionierten Robotaxi-Pläne aus, während in Europa die Absatzzahlen einbrechen und juristische Auseinandersetzungen Ressourcen binden. Während CEO Elon Musk die Zukunft des Konzerns voll auf künstliche Intelligenz und Autonomie setzt, stellt sich die Frage, ob die Realität mit den Visionen Schritt halten kann.
Robotaxi-Pläne in der Sackgasse
Besonders beim Prestigeprojekt des autonomen Fahrens klafft eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. In Kalifornien verzeichnete Tesla im Jahr 2025 laut offiziellen Behördendaten null autonome Testmeilen auf öffentlichen Straßen. Das Unternehmen operiert dort weiterhin nur mit einer „Anfänger-Lizenz“, die zwingend einen Sicherheitsfahrer am Steuer vorschreibt. Für eine echte kommerzielle Zulassung müsste Tesla zunächst 50.000 überwachte Testmeilen nachweisen – ein Meilenstein, der noch nicht in Sicht ist.
Gleichzeitig wächst die Konkurrenz: Während die Google-Tochter Waymo ihre Robotaxi-Dienste bereits auf zehn US-Städte ausweitet, kämpft Tesla mit Sicherheitsbedenken. Die Testflotte in Austin, Texas, meldete seit Juni 14 Unfälle, darunter einen mit Hospitalisierung. Statistisch entspricht dies etwa einem Unfall alle 57.000 Meilen, was deutlich häufiger ist als der US-Durchschnitt für menschliche Fahrer.
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Absatzeinbruch in Europa und Unruhe in Grünheide
Auch im Kerngeschäft mit Elektrofahrzeugen steht Tesla unter Zugzwang, insbesondere in Europa. Die Neuzulassungen sanken im Januar um 17 Prozent und setzten damit eine 13-monatige Verlustserie fort. Besonders alarmierend ist der Kontrast zur chinesischen Konkurrenz: Rivalen wie BYD konnten ihre Zulassungen im gleichen Zeitraum um 165 Prozent steigern.
Verschärft wird die Lage durch interne Konflikte in der deutschen Gigafactory Berlin-Brandenburg. Zwar konnte ein Streit mit der IG Metall kurz vor den anstehenden Betriebsratswahlen vorläufig beigelegt werden, doch die Stimmung bleibt angespannt. Elon Musk hatte zuvor in einer Videobotschaft gewarnt, dass die geplante Werkserweiterung kippen könnte, sollte die Gewerkschaft bei den Wahlen am 4. März an Einfluss gewinnen. Die Fabrik ist derzeit weit von ihrer Kapazitätsgrenze entfernt: 2025 wurden in Deutschland fast 50 Prozent weniger Fahrzeuge registriert als im Vorjahr.
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Alles auf die Karte KI
Trotz dieser operativen Gegenwinde definiert Tesla seine Investment-Story neu: Weg vom reinen Autobauer, hin zu „Physical AI“ und Robotik. Das Management plant, die Investitionsausgaben im Jahr 2026 auf über 20 Milliarden Dollar mehr als zu verdoppeln – verglichen mit 8,5 Milliarden im Vorjahr. Das Kapital fließt primär in Rechenzentren und den humanoiden Roboter Optimus, dessen Verkauf noch in diesem Jahr starten soll.
Für Anleger bleibt die Situation eine Geduldsprobe. Zwar dominiert Tesla mit über 60 Prozent Marktanteil weiterhin den US-Markt, da viele Konkurrenten straucheln, doch der langfristige Erfolg hängt nun davon ab, ob die massiven Investitionen in KI und Robotik schnell genug messbare Erträge liefern. Kurzfristig richtet sich der Blick nach Grünheide: Der Ausgang der Betriebsratswahlen kommende Woche wird ein entscheidender Indikator dafür sein, ob die Expansionspläne in Europa wie geplant umgesetzt werden können.
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