Tesla drückt beim autonomen Fahren in Europa aufs Tempo. Nach der offiziellen Zulassung in der belgischen Region Flandern ist das System „Full Self-Driving“ (FSD) nun in fünf europäischen Ländern auf öffentlichen Straßen im Einsatz. Parallel dazu optimiert der Autobauer die technische Basis seiner künstlichen Intelligenz.

Schnellere Reaktionen durch KI-Update

Ein frisches Software-Update bringt die Version v14.3.4 auf die europäischen Straßen. Kernstück ist ein überarbeiteter KI-Compiler. Dieser sorgt dafür, dass das System etwa 20 Prozent schneller auf Verkehrssituationen reagiert.

Davon profitiert auch der Cybertruck. Mit der Funktion „Actually Smart Summon“ manövriert der elektrische Pickup nun autonom über Parkplätze. Der Besitzer muss den Vorgang lediglich überwachen. Tesla standardisiert damit seine Software-Architektur schrittweise auf globaler Ebene.

Energiegeschäft als Wachstumstreiber

Während die Software-Fortschritte Schlagzeilen machen, blicken Analysten verstärkt auf die Energiesparte. Das Megapack-Geschäft gewinnt an Bedeutung. Oppenheimer hob die Umsatzprognosen an und verwies auf die Skalierung der Batteriekapazitäten in Lathrop und Shanghai.

An der Börse herrscht indes Uneinigkeit. Barclays stuft das Papier weiterhin mit „Hold“ ein und setzt ein Kursziel von 360 US-Dollar. Ein Teil der Anleger spekuliert zudem auf Synergien durch den SpaceX-Börsengang, während andere vor einer zu engen Verflechtung der Musk-Firmen warnen.

Konsolidierung am gleitenden Durchschnitt

Die Aktie notiert derzeit bei 344,05 Euro und damit fast exakt auf Höhe ihres 50-Tage-Durchschnitts. Mit einem RSI von 46,1 zeigt der Titel weder eine Überhitzung noch einen überverkauften Zustand an. Das Papier verharrt in einer Seitwärtsbewegung.

Im Fokus stehen nun die Auslieferungszahlen für das zweite Quartal. Marktbeobachter rechnen mit einem Anstieg der Volumina. Höhere Liefermengen bei stabilen Margen könnten den Kurs nachhaltig über den 50-Tage-Durchschnitt heben.