Tesla hat diese Woche gleich auf mehreren Fronten für Schlagzeilen gesorgt. Solarambitionen in astronomischer Größenordnung, eine neue Chipfabrik, eine wachsende Regulierungsaffäre um das Fahrassistenzsystem — das Bild, das sich daraus zusammensetzt, ist widersprüchlich.
Die Aktie notiert derzeit rund 2,9 Prozent im Minus bei 381,28 Dollar. Kein Einbruch, aber ein Signal, dass Investoren die Nachrichtenlage keineswegs einheitlich positiv aufnehmen.
Solarpläne und Chipstrategie: Mutige Wetten
Der vielleicht überraschendste Schachzug dieser Woche: Tesla verhandelt mit chinesischen Lieferanten über den Kauf von Solarfertigungsanlagen im Wert von rund 2,9 Milliarden Dollar. Beteiligt sind unter anderem Suzhou Maxwell Technologies, Shenzhen SC New Energy Technology und Laplace Renewable Energy. Ziel ist der Aufbau von 100 Gigawatt Solarfertigungskapazität in den USA bis Ende 2028 — hauptsächlich für den Eigenbedarf, mit einem Teil auch für SpaceX-Satelliten. Einige der Anlagen sollen nach Texas geliefert werden, ein Teil davon erfordert noch Exportgenehmigungen der chinesischen Behörden.
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Das klingt ambitioniert. Zum Vergleich: Die gesamte installierte Solarkapazität in den USA lag 2024 bei rund 135 Gigawatt. Allein durch die Bekanntgabe dieser Verhandlungen stiegen die Aktien der betroffenen chinesischen Zulieferer um jeweils mehr als sieben Prozent.
Parallel dazu treibt Tesla seine Chip-Unabhängigkeit voran. Am 14. März kündigte Musk auf X den baldigen Start des sogenannten „Terafab-Projekts“ an — eine eigene Fertigungsanlage für KI-Chips. Die Eigenentwicklung AI5 soll primär für Edge-Computing in Robotaxis und dem humanoiden Roboter Optimus eingesetzt werden. Gleichzeitig erklärte Musk, dass Tesla und SpaceX AI weiterhin in großem Maßstab Chips von Nvidia beziehen werden — kurzfristig gibt es schlicht keine Alternative. Samsung will Tesla-Chips auf Basis des 2-Nanometer-Verfahrens erst in der zweiten Jahreshälfte 2027 in Massenproduktion bringen. Diese Lücke ist der eigentliche Treiber hinter Terafab.
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Der finanzielle Rahmen ist dabei enorm: Für 2026 plant Tesla ohnehin Investitionen von über 20 Milliarden Dollar. Terafab ist darin noch nicht eingerechnet — erste Schätzungen beziffern die Kosten für den Aufbau einer solchen Chipfabrik auf rund 30 Milliarden Dollar. Analysten rechnen damit, dass der freie Cashflow zeitweise ins Negative rutschen könnte.
Regulatorischer Druck auf FSD
Weniger erfreulich ist die Lage beim Fahrassistenzsystem Full Self-Driving. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung zu 3,2 Millionen Tesla-Fahrzeugen auf eine höhere Eskalationsstufe gehoben — die sogenannte Engineering Analysis, die einem möglichen Rückruf unmittelbar vorausgeht. Konkret geht es um den Verdacht, dass das rein kamerabasierte System bei schlechter Sicht — etwa durch Blendung, Staub oder andere Partikel in der Luft — weder ausreichend reagiert noch Fahrer rechtzeitig warnt. Neun Vorfälle stehen im Fokus, darunter ein tödlicher Unfall und mehrere Verletzungsunfälle.
Dass Tesla seit 2021 vollständig auf Kameras setzt und Radar-Sensoren abgeschafft hat, rückt damit erneut in die Kritik. Für ein Unternehmen, dessen Börsenwert maßgeblich auf der Zukunftsperspektive autonomen Fahrens basiert, ist regulatorischer Gegenwind in diesem Bereich kein Randthema.
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