Tesla treibt seine internationale Präsenz voran und hat eine neue Landesgesellschaft in Vietnam gegründet. Während der Automobilhersteller damit seine Ambitionen in Südostasien untermauert, bereitet das Management unter CEO Elon Musk gleichzeitig die Enthüllung neuer Hardware vor und muss sich kritischen Fragen der US-Regulierungsbehörden stellen.
Markteintritt in Vietnam und neue Software-Freigaben
Das Unternehmen hat am 11. September die Tesla Motors Vietnam Limited Liability Company mit Sitz in Ho Chi Minh Stadt offiziell registriert. Medienberichten zufolge ist die neue Einheit mit einem Stammkapital von 77,667 Milliarden Dong ausgestattet, was rund 3 Millionen US-Dollar entspricht.
Die vietnamesische Tochtergesellschaft verfügt über Lizenzen für den Groß- und Einzelhandel mit Fahrzeugen, Ersatzteilen und Maschinen sowie für die damit verbundenen Import- und Exportaktivitäten.
Nicht nur geografisch, sondern auch technologisch erweitert Tesla seinen Spielraum. In Slowenien wurde am 8. September die Nutzung des „Full Self-Driving“-Assistenzsystems auf öffentlichen Straßen genehmigt. Slowenien ist damit das sechste europäische Land, das die Technologie noch vor einer ausstehenden Entscheidung auf EU-Ebene zulässt.
Behördliche Fristen für das Cybercab
Gleichzeitig wächst der regulatorische Druck auf die autonomen Fahrpläne des Konzerns. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat Tesla eine Frist bis zum 30. September gesetzt, um detaillierte Fragen zur Selbstzertifizierung des Cybercab zu beantworten.
Wie Reuters berichtet, steht im Fokus der Untersuchung am heutigen Dienstag insbesondere die Frage, ob Tesla bei der Sicherheitsbestätigung auf temporär installierte Kontrollelemente für menschliche Fahrer zurückgegriffen hat.
Diese behördliche Prüfung folgt auf die kommerzielle Bereitstellung des Cybercab vor rund zwei Wochen. In Austin, Texas, wurde zudem vor rund zwei Wochen ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Tesla 45 Fahrzeuge dieses Typs einsetzt. Die NHTSA untersucht dabei den Zertifizierungsprozess von insgesamt bis zu 1.000 Fahrzeugen, um die Einhaltung der bundesweiten Sicherheitsstandards für Kraftfahrzeuge sicherzustellen.
Insider-Verkäufe und Ausblick auf den neuen Roadster
Anleger blicken unterdessen gespannt auf den 1. Oktober. Wie Elon Musk am 12. September ankündigte, plant das Unternehmen an diesem Tag die Vorstellung des lang erwarteten Roadsters der nächsten Generation. Inmitten dieser operativen Entwicklungen meldete das Management auch Veränderungen in den privaten Beteiligungsverhältnissen.
Pflichtmitteilungen zufolge veräußerte CFO Vaibhav Taneja am 8. September insgesamt 2.606 Tesla-Aktien zu einem Durchschnittskurs von 360,13 US-Dollar. Nach der Transaktion hält der Finanzvorstand weiterhin 25.972 Anteile direkt.
An der Börse zeigt sich das Papier heute mit einem leichten Rückgang von 1,1 Prozent auf 315,40 Euro. Damit notiert der Kurs aktuell 4,2 Prozent über dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage und hält damit vorerst seinen mittelfristigen Aufwärtstrend.
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