Thales treibt seine Expansion im Verteidigungssektor voran. In Australien gelang dem Konzern ein wichtiger Durchbruch bei der Entwicklung neuer Waffensysteme. Parallel dazu festigt das Unternehmen seine Präsenz im indonesischen Markt.
Tempo bei Raketensystemen
In New South Wales zündete Thales erfolgreich einen gemeinsam produzierten Sprengkopf. Das Projekt für das GMLRS-Raketensystem entstand in enger Zusammenarbeit mit Lockheed Martin und Northrop Grumman. Besonders auffällig war die Geschwindigkeit der Entwicklung.
Innerhalb von nur elf Wochen schlossen die Partner die Arbeiten ab. Dieser Testlauf gilt als zentraler Schritt für den Aufbau einer eigenständigen australischen Lenkwaffenproduktion. Thales bewies damit, dass sich Entwicklungszyklen für Präzisionsmunition massiv verkürzen lassen.
Radarsysteme für Indonesien
Indes lieferte der Konzern die ersten zwei GM403-Radarsysteme nach Indonesien aus. Präsident Prabowo Subianto nahm die Einheiten in Jakarta persönlich entgegen. Die Lieferung ist Teil einer umfassenden Modernisierung der nationalen Luftverteidigung.
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Der Auftrag umfasst insgesamt 13 dieser 3D-Überwachungsanlagen. Die restlichen elf Systeme sollen innerhalb der nächsten zwölf Monate folgen. Abseits der operativen Erfolge meldete Thales einen Datendiebstahl bei einem externen Dienstleister. Laut Konzernangaben hat der Vorfall keine Auswirkungen auf den laufenden Betrieb oder die Kunden.
Erholung vom Jahrestief
An der Börse legte die Aktie zuletzt um 1,31 Prozent auf 231,20 Euro zu. Damit erholt sich der Kurs von seinem Jahrestief bei 219,40 Euro. Marktbeobachter achten nun darauf, ob der Titel den Widerstand im Bereich des 50-Tage-Durchschnitts überwinden kann.
Mit einem RSI von 73,5 nähert sich der Wert technisch überkauften Regionen. Auf Jahressicht bleibt die Performance mit einem Minus von elf Prozent schwach. Die nächsten Impulse könnten von weiteren Details zum Ausbau der Produktionskapazitäten in Australien ausgehen.
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