Thyssenkrupp Aktie: Goldman Sachs verdoppelt Beteiligung

Die US-Bank Goldman Sachs hat ihre Stimmrechtsanteile an Thyssenkrupp massiv erhöht, während die Aktie unter fundamentalen Schwächen und Unsicherheiten um die Stahlsparte leidet.

Thyssenkrupp Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldman Sachs erhöht Stimmrechte auf über 5 Prozent
  • Aktienkurs zeigt technische Erholung bei schwachen Fundamentaldaten
  • Analysten bleiben skeptisch trotz höherer Kursziele
  • Unsicherheit um Stahl- und Aufzugssparte belastet weiter

Die Thyssenkrupp-Aktie gibt am heutigen Mittwoch deutlich nach – trotz einer bemerkenswerten Meldung aus New York. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Position am Essener Industriekonzern massiv ausgebaut. Während die Technische Analyse zuletzt Hoffnung machte, zeigt sich: Die fundamentale Schwäche bleibt.

Goldman Sachs baut Position stark aus

Goldman Sachs hat Ende Januar seine Stimmrechte an Thyssenkrupp von 0,74 Prozent auf 5,18 Prozent erhöht – ein Anstieg um fast das Siebenfache. Die Gesamtposition der US-Bank liegt nun bei 6,64 Prozent, wenn man Finanzinstrumente einrechnet. Hinter der Verschiebung steckt vor allem die Ausübung von Optionen und Derivaten.

Die Zahlen zeigen: Goldman Sachs setzt verstärkt auf direkte Aktienpositionen. Über die Tochter Goldman Sachs International hält die Bank mittlerweile rund 32,3 Millionen Aktien direkt. Zusätzlich verfügt sie über Call-Optionen mit Laufzeiten bis September 2026 und Swaps mit Fälligkeit bis Januar 2036.

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Chartbild verbessert – Fundamentals enttäuschen

Aus technischer Sicht hat sich das Bild zuletzt stabilisiert. Nach dem Absturz auf 2,77 Euro im Jahr 2024 konnte sich die Aktie über der Marke von 10 Euro festsetzen. Im Oktober 2025 ging es sogar bis auf 13,34 Euro nach oben, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Die gleitenden Durchschnitte SMA20 und SMA50 stützen aktuell.

Doch die charttechnische Erholung täuscht über die schwache fundamentale Lage hinweg. Analysten bleiben skeptisch – auch das Analysehaus Jefferies äußert sich trotz eines höheren Kursziels vorsichtig. Die operativen Fortschritte reichen nicht aus, um Thyssenkrupp als langfristiges Investment zu empfehlen. Die Unsicherheit rund um die Stahlsparte und den möglichen Verkauf der Aufzugssparte TK Elevator belastet weiter.

Am heutigen Mittwoch steht die Aktie deutlich im Minus. Ob das Engagement von Goldman Sachs ein Signal für eine Trendwende ist oder lediglich eine kurzfristige Trading-Position, bleibt offen. Die hohe Volatilität, die Thyssenkrupp seit Monaten prägt, dürfte jedenfalls anhalten.

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