Zweifel an einem erfolgreichen Abschluss des Stahlverkaufs an Jindal Steel & Power haben Thyssenkrupp-Aktionäre kalt erwischt. Medienberichten zufolge zeigen sich hochrangige Führungskräfte zunehmend skeptisch, ob eine finale Einigung über die Veräußerung von Thyssenkrupp Steel Europe überhaupt zustande kommt.
Der Markt reagierte prompt: Freitag schloss die Aktie bei 7,80 Euro — ein neues 52-Wochen-Tief, rund 41 Prozent unter dem Oktober-Hoch. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste auf knapp 20 Prozent.
Warum der Deal so viel bedeutet
Seit Bekanntwerden der Gespräche mit dem indischen Familienkonzern im vergangenen Herbst galt die mögliche Abspaltung der Stahlsparte als zentraler Hoffnungsträger für eine nachhaltige Kurserholung. Das Stahlgeschäft gilt seit Längerem als strukturelle Belastung — gedrückt von globalen Überkapazitäten, hohen Energiekosten und Billigimporten aus Asien. Auch die IG Metall signalisierte Ende November grundsätzliche Zustimmung, knüpfte diese aber an strategische Bedingungen.
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Analysten hatten allerdings früh zur Vorsicht gemahnt. Belastbare Belege für eine echte Wertsteigerung durch das Jindal-Angebot fehlten, hieß es. Zudem gelten die branchenüblich hohen Pensionsverpflichtungen als komplizierender Faktor, der solche Transaktionen erfahrungsgemäß verzögert oder ganz zum Scheitern bringt.
Strukturprobleme rücken wieder in den Vordergrund
Ein Abbruch der Gespräche würde die Aufmerksamkeit unweigerlich zurück auf die fundamentalen Schwächen des Konzerns lenken. Ohne externen Partner bliebe die margenschwache Stahlsparte den widrigen Branchenbedingungen allein ausgesetzt — ein Szenario, das der Markt offenbar bereits einzupreisen beginnt.
Konkrete Stellungnahmen der Konzernführung zum tatsächlichen Stand der Verhandlungen stehen noch aus. Solange diese fehlen, dürfte der Titel unter erheblichem Druck bleiben.
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