Thyssenkrupp Marine Systems sichert sich in Singapur einen strategisch wichtigen Wartungsstützpunkt für U-Boote. Die Börse honoriert den Ausbau des lukrativen Servicegeschäfts allerdings nicht. Eine Prognosesenkung der Wasserstofftochter Nucera drückt die Papiere des Industriekonzerns stattdessen auf ein neues Tief.
Asien-Hub für U-Boote
Gemeinsam mit dem lokalen Partner ST Engineering baut die Marinesparte TKMS einen regionalen Knotenpunkt in Südostasien auf. Die kürzlich unterzeichnete Absichtserklärung zielt auf ein langfristiges Lebenszyklus-Management ab. Dazu gehören Überholungen, Instandsetzungen und Modernisierungen von Unterseebooten. Singapur bildet dabei das Fundament der Kooperation: Der Stadtstaat hat sechs U-Boote der Invincible-Klasse bestellt, von denen drei bereits ausgeliefert sind.
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Für Thyssenkrupp markiert dieser Schritt einen wichtigen Strategiewechsel. Das Unternehmen wandelt sich vom reinen Plattformverkäufer zum Anbieter ganzheitlicher Supportleistungen. Solche Wartungsverträge generieren wiederkehrende Erlöse und reduzieren die Abhängigkeit von langwierigen Rüstungs-Neubauprojekten. Perspektivisch sollen auch andere Betreiber von TKMS-Booten, wie etwa Norwegen, von dem neuen Hub profitieren.
Nucera-Prognose zieht Kurs nach unten
Diese operativen Fortschritte in der Rüstungssparte treten am Aktienmarkt derzeit völlig in den Hintergrund. Verantwortlich für die schlechte Stimmung sind enttäuschende Nachrichten aus dem Wasserstoff-Segment. Die Tochtergesellschaft Thyssenkrupp nucera musste ihre Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr spürbar nach unten korrigieren.
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Das Management rechnet bis Ende September nur noch mit einem Umsatz von 450 bis 550 Millionen Euro, nachdem zuvor bis zu 600 Millionen Euro angepeilt waren. Noch deutlicher fällt die Anpassung beim operativen Ergebnis aus. Das Konzern-EBIT für 2025/26 wird nun zwischen –80 und –30 Millionen Euro erwartet. Ursprünglich ging Nucera im schlechtesten Fall von einem Minus von 30 Millionen Euro aus.
Anleger reagieren auf die trüben Aussichten der Wasserstofftochter mit Verkäufen. Die Thyssenkrupp-Aktie rutschte infolge der gemischten Nachrichtenlage am heutigen Montag auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 7,28 Euro ab. Um das Vertrauen des Marktes zurückzugewinnen, benötigt der Konzern nun handfeste Resultate. Maßgeblich für die weitere operative Entwicklung wird sein, dass TKMS die Absichtserklärung in Singapur zeitnah in konkrete Umsatzvereinbarungen mit festen Zeitplänen ummünzt.
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