Verkauf und Produktionsstopp in einer Woche — der Konzernumbau bei Thyssenkrupp läuft auf zwei Gleisen gleichzeitig. Während eine Sparte abgestoßen wird, gerät eine andere durch asiatische Billigimporte unter massiven Druck.
Robotik statt Automatisierung
Zum 1. April 2026 hat Thyssenkrupp den Geschäftsbereich Automation Engineering an die Münchner Agile Robots SE verkauft. Das Unternehmen spezialisiert sich auf KI-gestützte Robotiklösungen und führt die übernommene Einheit künftig unter dem Namen „Krause Automation“ als eigenständigen Systemanbieter. Der Schritt gehört zur Neuausrichtung der Automotive-Technology-Sparte, die auf eine schlankere Portfoliostruktur und bessere Kapitalmarktfähigkeit abzielt.
Elektroband unter Druck
Gleichzeitig verschärft sich die Lage im Elektrostahlgeschäft. Der europäische Markt für kornorientiertes Elektroband — ein Schlüsselmaterial für Stromnetze und die Energiewende — wird von asiatischen Importen überschwemmt. Seit 2022 haben sich diese Importe verdreifacht, 2025 legten sie nochmals um 50 Prozent zu und decken mittlerweile mehr als die Hälfte des europäischen Marktvolumens ab.
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Die Folge: Das Werk im französischen Isbergues, das bereits seit Januar 2026 nur mit halber Kapazität lief, stellt die Produktion von Juni bis voraussichtlich September 2026 vollständig ein. Thyssenkrupp Steel Europe fordert von der EU-Kommission deshalb wirksamere Handelsschutzmaßnahmen — die laufende Schutzuntersuchung der EU begrüßt der Konzern zwar, hält sie aber für unzureichend.
Wie schnell Brüssel reagiert, wird entscheidend sein. Ohne effektive Schutzmaßnahmen drohen nach Einschätzung des Unternehmens nicht nur weitere Produktionsausfälle, sondern auch der Verlust von Arbeitsplätzen und technologischem Know-how in einem strategisch bedeutsamen Industriesegment.
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