Nach der jüngsten Prognosesenkung wegen unerwartet hoher Kosten sendet die Wasserstoff-Tochter von Thyssenkrupp wieder positive operative Signale. Nucera sicherte sich einen wichtigen Planungsauftrag für ein 260-Megawatt-Projekt in Indien. Der Deal zeigt, dass die globale Expansion des Unternehmens trotz der internen Herausforderungen weiter voranschreitet.
Ammoniak für Europa
Konkret übernimmt der Anlagenbauer die Front-End-Engineering- und Design-Studie (FEED) für den indischen Auftraggeber Juno Joule Green Energy. Ziel ist es, die alkalische Wasserelektrolyse technisch optimal in die geplante Anlage zu integrieren. Die dort produzierte Energie soll künftig zur Herstellung von Ammoniak dienen, das primär für den Export nach Europa bestimmt ist. Damit positioniert sich Nucera an einer strategisch wichtigen Schnittstelle der internationalen Dekarbonisierung und baut die eigene Präsenz im asiatischen Raum aus.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?
Stabilisierung am Jahrestief
An der Börse kommt diese operative Meldung zu einem kritischen Zeitpunkt. Nach einem heftigen Kursverlust von rund 27 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage schloss das Papier am Donnerstag bei 8,03 Euro. Damit bewegt sich der Wert nur hauchdünn über dem erst zu Wochenbeginn markierten 52-Wochen-Tief von 7,79 Euro. Der neue Auftrag in Indien liefert nun fundamentale Argumente für eine mögliche Bodenbildung auf diesem stark gedrückten Niveau.
Finanziell wirksam wird das volle Potenzial des Indien-Projekts allerdings erst mittelfristig. Nach Abschluss der aktuellen Planungsstudie verhandeln die Partner über die Folgeaufträge für das eigentliche Engineering, die Beschaffung und die Fertigung (EPF). Eine endgültige Investitionsentscheidung für die Anlage peilt das indische Konsortium für das Geschäftsjahr 2026/27 an. Bis dahin benötigt Nucera weitere kontinuierliche Auftragseingänge, um das Vertrauen der Investoren nach der gekappten Jahresprognose vollständig zurückzugewinnen.
Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 20. März liefert die Antwort:
Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


