Tilray Medical darf an seinem Standort im portugiesischen Cantanhede mikrobiologische sowie chemisch-physikalische Prüfungen selbst durchführen. Die Behörde INFARMED genehmigte dies am 13. Oktober für das Qualitätskontrolllabor der EU-GMP-Anlage, wie das Unternehmen mitteilte. Nach Unternehmensangaben könnte die Freigabe die Abhängigkeit von externen Prüfdienstleistern verringern und Produktfreigaben beschleunigen.

An der Börse geriet Tilray Brands am Freitag zusammen mit anderen Cannabiswerten unter Druck: Die Aktie verlor 4,1% und schloss bei 2,81 USD.

Umsatzwachstum bei weiterem Nettoverlust

Tilray hatte am 8. Oktober seine Ergebnisse veröffentlicht. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erreichte der Nettoumsatz nach Unternehmensangaben 257,1 Millionen $ und stieg gegenüber dem Vorjahr um 23%.

Der Bruttogewinn legte um 35% auf 77,5 Millionen $ zu. Zugleich meldete Tilray einen Nettoverlust von 40,0 Millionen $.

Das bereinigte EBITDA betrug 9,2 Millionen $. Für das gesamte Geschäftsjahr bestätigte Tilray seine Prognose eines bereinigten EBITDA zwischen 68 Millionen $ und 75 Millionen $.

Tochtergesellschaften melden neue Getränkeaktionen

Am Mittwoch stellten die zu Tilray Brands gehörende BrewDog und West Ham United das gemeinsam mit Fans entwickelte Bier Boleyn Brew vor. Die limitierten Dosen gingen nach Unternehmensangaben online in den Verkauf; das Produkt ist als Bier für Spieltage konzipiert.

Bereits am 15. Oktober hatte die Tochtergesellschaft SweetWater Brewing eine Werbeaktion gestartet. Fans erhalten dabei die Chance, Eintrittskarten für Konzerte an Veranstaltungsorten von AEG im US-Bundesstaat Georgia zu gewinnen.

Die Tochtergesellschaft Blue Point Brewing kündigte am Donnerstag zudem die Rückkehr ihres Cask Ales Festival in Patchogue an. Die Veranstaltung findet am 7. November 2026 zum 22. Mal statt und soll Kostproben aus mehr als 100 Fässern bieten.