Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat entschieden. TKMS baut vier neue Fregatten für die Deutsche Marine. Das Projekt spült rund 6,3 Milliarden Euro in die Kassen des Schiffbauers. Die Aktie setzt ihren Aufwärtstrend entsprechend fort.
Strikte Auflagen für das Großprojekt
Der Auftrag umfasst zunächst vier Schiffe des Typs Meko A-200 DEU. Eine Option auf vier weitere Einheiten im Wert von gut fünf Milliarden Euro besteht ebenfalls. Das erste Schiff soll im Dezember 2029 ausgeliefert werden.
Die Freigabe der Gelder erfolgt allerdings nicht bedingungslos. Die Kosten pro Fregatte kletterten auf etwa 1,57 Milliarden Euro. Das entspricht einem massiven Anstieg von 70 Prozent. Die Folge: TKMS muss dem Parlament ab sofort vierteljährlich berichten. Jeder weitere Euro erfordert eine neue Genehmigung der Abgeordneten.
Rückenwind aus den USA und Kanada
Parallel dazu sammelte das Management auf dem NATO-Gipfel in Ankara politische Pluspunkte. Bundeskanzler Friedrich Merz stellte US-Präsident Trump dort ein Modell der neuen TKMS-U-Boote vor. Trump reagierte wohlwollend auf die Pläne Kanadas. Das Land plant den Kauf von bis zu zwölf Einheiten des Typs 212CD.
Diese diplomatische Rückendeckung hilft im Bieterwettstreit. TKMS kämpft gegen die südkoreanische Hanwha Ocean um den kanadischen Großauftrag. Das deutsche Angebot punktet mit einer tiefen NATO-Integration. Ein Vertragsabschluss wird für Ende 2027 angepeilt.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Operativ brummt das Geschäft. Der Auftragsbestand übersteigt die Marke von 40 Milliarden Euro. Der Konzern schafft dafür Tausende neue Arbeitsplätze in Kiel und Wismar. Das spiegelt sich im Aktienkurs wider. Das Papier beendete den Handel am Mittwoch bei 89,40 Euro und verbucht seit Jahresbeginn ein starkes Plus von rund 29 Prozent.
Am Markt gibt es unterschiedliche Einschätzungen zum weiteren Verlauf:
* mwb research empfiehlt die Aktie zum Kauf und nennt ein Kursziel von 135,00 Euro.
* Bernstein positioniert sich vorsichtiger und stuft das Papier auf „Market-Perform“ mit einem Ziel von 76,00 Euro ein.
Der charttechnische Aufwärtstrend bleibt intakt. Mit einem Abstand von 13,49 Prozent zum 50-Tage-Durchschnitt zeigt die Aktie klare relative Stärke. Ein RSI von 60,4 signalisiert, dass der Wert trotz der Rallye noch nicht überkauft ist. Hält der Kurs dieses Niveau, rückt das 52-Wochen-Hoch bei 102,90 Euro schnell wieder in den Fokus.
TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 9. Juli liefert die Antwort:
Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


