Im Nahen Osten eskaliert die Lage. Rüstungsgüter sind weltweit gefragt. Bei TKMS klaffen Realität und Börsenstimmung jedoch auseinander. Vorstandschef Oliver Burkhard jagt Milliardenaufträge in Übersee. Die Aktie rutscht derweil ab.
Globale Vertriebsoffensive
Der Chef des Kieler Marineunternehmens forciert den internationalen Verkauf. Indien und Kanada stehen ganz oben auf der Prioritätenliste. Beide Länder modernisieren ihre Flotten. Burkhard preist seine konventionellen U-Boote als Schlüsseltechnologie für künftige Konflikte an. Das Management hofft auf langfristige Exportverträge.
Ein schwaches Marktumfeld bremst die Euphorie. Berichte über US-Angriffe im Iran belasten den Gesamtmarkt. Der Ölpreis für die Sorte Brent stieg prompt um 1,6 Prozent. Rüstungswerte profitieren eigentlich von steigenden Budgets. Aktuell dominieren aber massive Gewinnmitnahmen den Sektor. Die Folge: Branchengrößen wie Rheinmetall und TKMS geben deutlich nach.
Charttechnik sendet Warnsignale
Die technischen Kennzahlen untermauern die aktuelle Schwächephase. Am Mittwoch beendete das Papier den Handel bei 71,90 Euro. Auf Wochensicht verzeichnet die Aktie ein Minus von 6,62 Prozent.
Der Abwärtstrend manifestiert sich auch im restlichen Chartbild. Mit einem RSI von 36,9 nähert sich der Wert der überverkauften Zone. Vom Jahreshoch im Januar ist der Kurs mittlerweile gut 30 Prozent entfernt.
Der nächste Impuls kommt vom anstehenden EZB-Zinsentscheid. Marktteilnehmer erwarten eine Anhebung auf 2,25 Prozent. Höhere Zinsen verteuern die Finanzierung von großvolumigen Rüstungsprojekten spürbar. Das könnte die Investitionsentscheidungen der potenziellen Partnerstaaten in Nordamerika und Asien direkt beeinflussen.
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