Der Rückenwind aus dem Verteidigungsboom hat die TKMS-Aktie in den vergangenen Monaten weit getragen — seit Jahresbeginn liegt das Plus bei knapp 25 Prozent. Zuletzt jedoch verliert der Kurs an Höhe. Anleger nehmen Gewinne mit, während der gesamte europäische Rüstungssektor eine Verschnaufpause einlegt.
Gestern schloss die Aktie bei 86,50 Euro und damit rund 14 Prozent unter dem Anfang des Jahres markierten 52-Wochen-Hoch von 100,60 Euro. Charttechnisch hat die Aktie die 50-Tage-Linie unterschritten und sucht nun Halt. Die Zone um 85 Euro gilt als erste Unterstützung, der Widerstand liegt bei 88 Euro. Mit einem RSI von 32 nähert sich der Titel dem überverkauften Bereich.
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Zwei Megaprojekte, eine Entscheidung im Juni
Was die Bewertung langfristig trägt, sind weniger die Tageskurse als die Auftragslage. TKMS verfügt über einen Rekord-Auftragsbestand von rund 18 Milliarden Euro — neuere Schätzungen gehen sogar von bis zu 22 Milliarden Dollar aus. Im Juni stehen gleich zwei maritime Großprojekte zur Entscheidung:
- Kanadisches U-Boot-Programm: Volumen rund 41 Milliarden Euro, TKMS gilt als technologisch führender Bieter
- Fregatten-Programm F127: Rund 26,2 Milliarden Euro, TKMS ist der einzig verbliebene Bieter; der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt voraussichtlich am 24. Juni 2026 über die Finanzierung ab
Beide Entscheidungen fallen innerhalb weniger Wochen — das macht den Sommer zum zentralen Gradmesser für die weitere Kursentwicklung.
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Solide Basis, ambitionierte Ziele
Seit dem Spin-off von ThyssenKrupp im Oktober 2025 agiert TKMS als eigenständig börsennotierte Gesellschaft, an der der Mutterkonzern noch 51 Prozent hält. Die neu gewonnene Kapitalmarktflexibilität nutzt das Unternehmen aktiv: Rund 200 Millionen Euro fließen in den Ausbau des Standorts Wismar. Beim bereinigten EBIT strebt das Management nach einer Marge von 6 Prozent im Vorjahr nun den Sprung auf über 7 Prozent an — mittelfristig sollen zudem 30 bis 50 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausgeschüttet werden.
Die Citigroup stuft die Aktie mit „Buy“ ein, und die fundamentale Basis bleibt intakt. Ob die laufende Konsolidierung endet oder sich weiter fortsetzt, hängt maßgeblich davon ab, ob TKMS im Juni tatsächlich einen oder beide Großaufträge sichern kann.
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