Der Kieler Marineschiffbauer sieht sich bei einem zentralen Großprojekt mit unerwarteter Konkurrenz konfrontiert. Während das Bundesverteidigungsministerium eine Übernahme des gewaltigen F126-Programms durch Rheinmetall prüft, federt ein erweiterter Vorvertrag für U-Boot-Jagd-Fregatten die strategischen Risiken vorerst ab. Anleger reagieren dennoch nervös auf die drohende Verschiebung der Marktanteile im deutschen Marinebau.
Im Zentrum der aktuellen Unsicherheit steht das ins Stocken geratene F126-Programm. Mit einem Volumen von rund zehn Milliarden Euro für sechs Fregatten ist es das bislang größte Neubauprojekt der Deutschen Marine. Nun prüft das Verteidigungsministerium, ob Rheinmetall gemeinsam mit der Tochter Naval Vessels Lürssen (NVL) als Generalunternehmer einspringen kann. Da Rheinmetall bereits im Sommer mit einem Vertragsabschluss rechnet, werten Marktbeobachter diese Entwicklung als direktes Risiko für das künftige Geschäft von TKMS. Folgerichtig gab die Aktie heute um 5,07 Prozent auf 76,70 Euro nach und weitete damit die Kursverluste der vergangenen 30 Tage auf über 20 Prozent aus.
Brückenlösung sichert Einnahmen
Als direkte Reaktion auf die F126-Verzögerungen hat der Haushaltsausschuss des Bundestags parallel eine Brückenlösung auf den Weg gebracht. Ein bestehender Vorvertrag zur Beschaffung von vier Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU wird bis Mitte 2026 verlängert und auf ein Volumen von rund 250 Millionen Euro ausgeweitet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TKMS?
Diese U-Boot-Jagd-Fregatten sollen die entstandene Fähigkeitslücke der Marine zeitnah schließen. Das Ministerium betont dabei, dass diese Beschaffung keine Vorentscheidung gegen das F126-Projekt darstellt, sondern Teil einer strategischen Doppelstrategie ist, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.
Volle Auftragsbücher als Fundament
Abseits der Fregatten-Debatte präsentiert sich das operative Fundament des Unternehmens äußerst robust. Im ersten Quartal erwirtschaftete TKMS bei einem Umsatz von 545 Millionen Euro eine starke Bruttomarge von 17 Prozent sowie einen positiven freien Cashflow. Dank eines Auftragsbestands von über 20 Milliarden Euro – gestützt durch neue U-Boot-Bestellungen aus Norwegen – hob das Management die Jahresprognose für das Umsatzwachstum auf zwei bis fünf Prozent an.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TKMS?
Gleichzeitig rücken internationale Mega-Projekte in die entscheidende Phase. In Kanada konkurriert TKMS als einer von zwei verbliebenen Bietern um einen U-Boot-Auftrag im Wert von bis zu 37 Milliarden Euro. Die Entscheidung für die zwölf konventionellen U-Boote der für Arktis-Operationen ausgelegten 212CD-Klasse wird zwischen Mai und Juni 2026 erwartet.
Zuvor richtet sich der Blick auf den 11. Mai 2026. An diesem Tag präsentiert TKMS die nächsten Quartalszahlen, die konkreten Aufschluss darüber geben werden, mit welcher Marge der Rekord-Auftragsbestand aktuell in tatsächliche Erlöse umgewandelt wird.
TKMS: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:
Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


