Zwölf U-Boote für Deutschland und Norwegen, ein Acht-Milliarden-Dollar-Deal in Indien, ein Kanada-Programm mit bis zu zwölf weiteren Booten — und mittendrin die Nationale Maritime Konferenz in Emden, auf der maritime Verteidigung erstmals explizit als Kern staatlicher Sicherheitsstrategie verhandelt wird. Für TKMS ist der 29. April 2026 kein gewöhnlicher Konferenztag.
Politischer Rückenwind aus Emden
Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnete die 14. Nationale Maritime Konferenz als Schirmherr und legte einen 15-Punkte-Aktionsplan vor. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche brachte es auf den Punkt: „Sicherheit und Wirtschaft sind auf See nicht mehr zu trennen.“ Seekabel, Offshore-Windparks, freie Handelswege — all das stehe unter wachsendem Druck.
TKMS ist direkt im Branchenforum Marineschiffbau vertreten, gemeinsam mit dem Bundesverteidigungsministerium, Rheinmetall Naval Systems und weiteren Rüstungsakteuren. Das Forum fragt explizit nach den Weichenstellungen für Deutschlands maritime Verteidigungsfähigkeit. Ein Thema dominiert dabei: Kapazitätsengpässe.
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Werftkapazität als Engpass
Die Nachfrage nach Marineschiffen wächst schneller als die europäische Infrastruktur sie bedienen kann. TKMS reagiert mit einer Absichtserklärung zur möglichen strategischen Zusammenarbeit mit dem spanischen Staatskonzern Navantia — im Kern geht es darum, TKMS-Konstruktionen, vor allem U-Boote, auch in spanischen Werften zu fertigen.
Der Auftragsbestand hat laut CFO Paul Glaser die Marke von 20 Milliarden Euro überschritten. Für das laufende Jahr hat das Management die Umsatzwachstumsprognose auf zwei bis fünf Prozent angehoben, gestützt auf ein erstes Quartal mit 545 Millionen Euro Umsatz und einer Bruttomarge von 17 Prozent. Die vollständigen Quartalszahlen folgen im Mai.
Indien, Kanada, F127 — drei Großentscheidungen
Indiens Verteidigungsminister Rajnath Singh besuchte am 22. April die Kieler Fertigungsanlage, begleitet von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius. Das indische Projekt 75I hat ein Volumen von rund acht Milliarden US-Dollar und sieht Technologietransfer sowie lokale Produktion bei Mazagon Dock Shipbuilders vor. Pistorius äußerte sich optimistisch, den Vertrag innerhalb von drei Monaten abzuschließen.
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In Kanada läuft parallel eine Ausschreibung für bis zu zwölf U-Boote. Die Regierung in Ottawa erwartet überarbeitete Angebote bis heute — einziger verbliebener Konkurrent ist Hanwha Ocean aus Südkorea.
Auf dem Heimatmarkt bleibt TKMS einziger Bieter für das F127-Luftverteidigungsfregattenprogramm, das auf rund 26 Milliarden Euro geschätzt wird. Der parlamentarische Haushaltsausschuss stimmt am 24. Juni über die Finanzierung ab.
Die Aktie notiert bei 84,20 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent zugelegt — liegt damit aber noch knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 87,95 Euro. Seit dem 22. April befindet sich TKMS in einer Quiet Period; der Markt wartet auf die Zahlen im Mai und das Votum im Juni.
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