Indiens Verteidigungsminister Rajnath Singh besuchte am 22. und 23. April die TKMS-Werft in Kiel. Er inspizierte die Klasse-212-U-Boote — und sein deutscher Amtskollege Boris Pistorius stand daneben. Das Bild sagt viel über den Ernst der Lage.
Indien-Deal rückt näher
Der Besuch gilt als finaler technischer Abgleich vor einer möglichen Vertragsunterzeichnung im Rahmen des indischen Beschaffungsprogramms P75(I). Gesucht werden konventionelle U-Boote mit außenluftunabhängigem Antrieb. Offizielle Erklärungen beider Ministerien deuten darauf hin, dass die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss stehen könnten.
Zeitgleich läuft die Frist für das kanadische U-Boot-Programm. Am 29. April müssen überarbeitete Angebote für das Canadian Patrol Submarine Project eingereicht werden. TKMS gilt als einer von zwei verbleibenden Bietern. Eine Entscheidung fällt voraussichtlich Mitte 2026. Kommen beide Aufträge, wäre die Werftauslastung bis in die 2040er Jahre gesichert.
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Neuer COO übernimmt im Mai
Parallel zur Auftragsdiplomatie stärkt TKMS sein Führungsteam. Die Aufsichtsratsgremien haben Dr. Andreas Görgen zum neuen COO ernannt. Er nimmt seine Arbeit am 15. Mai auf und verantwortet dann die operative Abwicklung eines Auftragsbuchs von rund 20 Milliarden Euro.
Seine Aufgabe ist anspruchsvoll. TKMS investiert rund 200 Millionen Euro in den Standort Wismar, um dort eine Hybridanlage für den parallelen Bau von U-Booten und Überwasserschiffen zu bauen. Die Integration der Werftstandorte läuft — Görgen übernimmt mitten in diesem Prozess.
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Aktie unter Druck, Halbjahreszahlen im Blick
Die Aktie notiert aktuell bei 82,00 Euro und damit rund 7,5 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. In den vergangenen sieben Tagen verlor sie knapp 7,5 Prozent. Der RSI liegt bei 32 — technisch nahe an überverkauftem Terrain.
Das operative Bild ist stabiler. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 erzielte TKMS einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge von 4,8 Prozent. Das Management hob die Umsatzwachstumsprognose auf zwei bis fünf Prozent an. Das KGV für 2026 liegt bei rund 40 — ambitioniert für einen Rüstungswert mit noch begrenzter Marge.
Am 11. Mai legt TKMS den Halbjahresbericht vor und erläutert die operative Entwicklung im Rahmen eines Investorencalls. Dann wird sich zeigen, ob das Auftragsbuch auch in den Zahlen ankommt.
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