Vier neue Fregatten für Brasilien, U-Boot-Modernisierung in Griechenland, und ein kanadisches Programm im Wert von bis zu 37 Milliarden Euro — ThyssenKrupp Marine Systems hat selten so viele Fronten gleichzeitig bespielt. Der Auftragsbestand des Kieler Marineschiffbauers ist auf über 20 Milliarden Euro geklettert, ein historischer Höchststand.
Brasilien und Griechenland als neue Wachstumstreiber
Den unmittelbaren Anlass liefert eine Absichtserklärung mit dem brasilianischen Verteidigungsministerium und dem Partner Embraer. Geplant ist der Bau von vier weiteren Fregatten der Tamandaré-Klasse — ein potenzielles Auftragsvolumen von rund zwei Milliarden US-Dollar. Die Vereinbarung folgt direkt auf die Indienststellung der ersten Fregatte dieser Klasse durch die brasilianische Marine in ItajaÃ.
Parallel dazu sicherte sich TKMS gemeinsam mit der griechischen Skaramangas Shipyards die Modernisierung von vier U-Booten der Klasse 214 für die griechische Marine. Das Modell dahinter ist strategisch: Lokale Partnerschaften sollen die deutschen Werftkapazitäten entlasten, die bereits ausgelastet sind.
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Analysten heben Kursziele an
Die anhaltende Auftragsdynamik kommt bei Analysten gut an. Deutsche Bank Research hob das Kursziel von 99 auf 110 Euro an — mit Verweis auf die starke Positionierung im U-Boot-Segment und das wachsende Überwassergeschäft. Die Einstufung bleibt „Buy“. mwb research bestätigte eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 125 Euro.
An der Börse notiert die Aktie bei 86,50 Euro, rund 25 Prozent über dem Jahresanfangsniveau. Beide Kursziele liegen damit noch deutlich über dem aktuellen Kurs — was das Aufwärtspotenzial unterstreicht, das Analysten in der Pipeline sehen.
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Kanada als entscheidender nächster Schritt
Das größte Fragezeichen bleibt das kanadische U-Boot-Programm. Ende April reichte TKMS ein überarbeitetes Angebot ein; eine Entscheidung über das Projektvolumen von bis zu 37 Milliarden Euro wird für Ende des zweiten Quartals 2026 erwartet. Ein Zuschlag würde den Auftragsbestand noch einmal in einer anderen Größenordnung wachsen lassen — und TKMS wäre als alleiniger verbleibender Bieter für das deutsche F127-Fregattenprogramm ohnehin schon in einer komfortablen Ausgangslage.
Am 11. Mai legt das Unternehmen seinen Halbjahresbericht vor. Im Mittelpunkt stehen dann der Cashflow und die Frage, wie gut TKMS Inflationsrisiken aus älteren Festpreisverträgen unter Kontrolle hält — ein strukturelles Problem, das trotz voller Auftragsbücher nicht verschwindet.
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