TKMS Aktie: Starke Ergebnisse erzielt

TKMS knackt Auftragsschwelle von 20 Milliarden Euro und baut Kapazitäten aus. Neue Großprojekte in Indien und Kanada stehen kurz bevor.

TKMS Aktie
Kurz & knapp:
  • Auftragsbestand über 20 Milliarden Euro
  • Investition von 200 Millionen in Wismar
  • Milliardenpoker in Kanada und Indien
  • Umsatzprognose für 2026 angehoben

Der Auftragsbestand von TKMS hat die historische Marke von 20 Milliarden Euro geknackt. Ein Luxusproblem für den Kieler Marineschiffbauer. Das Management muss nun dringend Wege finden, diese enormen Volumina abzuarbeiten. Innerhalb weniger Tage hat das Unternehmen deshalb weitreichende Allianzen geschmiedet.

Kapazitäten und Partner

Um den Flaschenhals bei den Werftkapazitäten zu weiten, investiert TKMS massiv im Inland. Über 200 Millionen Euro fließen in den Standort Wismar. Dort entsteht eine Hybridwerft für Unter- und Überwasserprojekte. Bis Ende des Jahrzehnts plant das Unternehmen hier bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze.

Parallel dazu lagert der Konzern mögliche Produktionen aus. Mitte April unterzeichnete TKMS eine Absichtserklärung mit dem spanischen Staatskonzern Navantia. Spanische Werften könnten künftig U-Boote nach Kieler Design fertigen. Das Ziel: mehr Spielraum für neue Aufträge. TKMS baut aktuell bereits Boote für Deutschland und Norwegen.

Milliardenpoker in Kanada und Indien

Der Kapazitätsausbau ist dringend nötig. Neue Großaufträge stehen kurz vor dem Abschluss. In Indien geht es um das Programm 75I mit einem geschätzten Volumen von acht Milliarden US-Dollar. Der indische Verteidigungsminister besichtigte kürzlich die Fertigung in Kiel. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius rechnet mit einem Vertragsabschluss innerhalb der nächsten drei Monate.

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Noch größer ist das Potenzial in Nordamerika. Kanada sucht ein Dutzend arktistaugliche U-Boote für über 24 Milliarden kanadische Dollar. Hier konkurriert TKMS direkt mit dem südkoreanischen Rivalen Hanwha Ocean. Am 29. April endet die Frist für überarbeitete Angebote. Die kanadische Regierung fordert strikte lokale Einbindung.

TKMS hat vorgearbeitet. Die BlackBerry-Tochter QNX liefert künftig Software für das Projekt. Für den Bezug kritischer Mineralien schloss TKMS einen Pakt mit dem kanadischen Entwickler E3 Lithium.

Operatives Geschäft und Aktienkurs

Operativ läuft es rund. Im ersten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen 545 Millionen Euro Umsatz bei einer Bruttomarge von 17 Prozent. Daraufhin hob das Management die Umsatzprognose für das laufende Jahr auf ein Plus von bis zu fünf Prozent an.

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Die Börse reagiert momentan verhalten. Die TKMS-Aktie verlor auf Wochensicht fast neun Prozent und schloss am Freitag bei 81,00 Euro. Damit rutschte der Kurs unter die wichtige 100-Tage-Linie.

Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt die Jahresbilanz positiv. Seit Januar verzeichnet das Papier einen Zuwachs von rund 17 Prozent. Das Jahreshoch bei gut 100 Euro bleibt in Sichtweite.

In der neuen Woche richtet sich der Fokus komplett auf den Dienstag. Dann muss TKMS sein finalisiertes Angebot in Kanada einreichen. Ein Erfolg bei diesem Vergabeprozess würde die globale Marktposition auf Jahre sichern. Konkrete Zahlen zur Profitabilität der aktuellen Bauprogramme liefert das Unternehmen kurz danach: Am 11. Mai erscheint der vollständige Halbjahresbericht.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.