Der Auftragsbestand von TKMS hat die historische Marke von 20 Milliarden Euro geknackt. Ein Luxusproblem für den Kieler Marineschiffbauer. Das Management muss nun dringend Wege finden, diese enormen Volumina abzuarbeiten. Innerhalb weniger Tage hat das Unternehmen deshalb weitreichende Allianzen geschmiedet.
Kapazitäten und Partner
Um den Flaschenhals bei den Werftkapazitäten zu weiten, investiert TKMS massiv im Inland. Über 200 Millionen Euro fließen in den Standort Wismar. Dort entsteht eine Hybridwerft für Unter- und Überwasserprojekte. Bis Ende des Jahrzehnts plant das Unternehmen hier bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze.
Parallel dazu lagert der Konzern mögliche Produktionen aus. Mitte April unterzeichnete TKMS eine Absichtserklärung mit dem spanischen Staatskonzern Navantia. Spanische Werften könnten künftig U-Boote nach Kieler Design fertigen. Das Ziel: mehr Spielraum für neue Aufträge. TKMS baut aktuell bereits Boote für Deutschland und Norwegen.
Milliardenpoker in Kanada und Indien
Der Kapazitätsausbau ist dringend nötig. Neue Großaufträge stehen kurz vor dem Abschluss. In Indien geht es um das Programm 75I mit einem geschätzten Volumen von acht Milliarden US-Dollar. Der indische Verteidigungsminister besichtigte kürzlich die Fertigung in Kiel. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius rechnet mit einem Vertragsabschluss innerhalb der nächsten drei Monate.
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Noch größer ist das Potenzial in Nordamerika. Kanada sucht ein Dutzend arktistaugliche U-Boote für über 24 Milliarden kanadische Dollar. Hier konkurriert TKMS direkt mit dem südkoreanischen Rivalen Hanwha Ocean. Am 29. April endet die Frist für überarbeitete Angebote. Die kanadische Regierung fordert strikte lokale Einbindung.
TKMS hat vorgearbeitet. Die BlackBerry-Tochter QNX liefert künftig Software für das Projekt. Für den Bezug kritischer Mineralien schloss TKMS einen Pakt mit dem kanadischen Entwickler E3 Lithium.
Operatives Geschäft und Aktienkurs
Operativ läuft es rund. Im ersten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen 545 Millionen Euro Umsatz bei einer Bruttomarge von 17 Prozent. Daraufhin hob das Management die Umsatzprognose für das laufende Jahr auf ein Plus von bis zu fünf Prozent an.
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Die Börse reagiert momentan verhalten. Die TKMS-Aktie verlor auf Wochensicht fast neun Prozent und schloss am Freitag bei 81,00 Euro. Damit rutschte der Kurs unter die wichtige 100-Tage-Linie.
Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt die Jahresbilanz positiv. Seit Januar verzeichnet das Papier einen Zuwachs von rund 17 Prozent. Das Jahreshoch bei gut 100 Euro bleibt in Sichtweite.
In der neuen Woche richtet sich der Fokus komplett auf den Dienstag. Dann muss TKMS sein finalisiertes Angebot in Kanada einreichen. Ein Erfolg bei diesem Vergabeprozess würde die globale Marktposition auf Jahre sichern. Konkrete Zahlen zur Profitabilität der aktuellen Bauprogramme liefert das Unternehmen kurz danach: Am 11. Mai erscheint der vollständige Halbjahresbericht.
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