Indiens Verteidigungsminister Rajnath Singh hat gestern persönlich die TKMS-Werft in Kiel besucht — gemeinsam mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius. Das Signal ist eindeutig: Das U-Boot-Programm P-75I bewegt sich auf eine formelle Vertragsunterzeichnung zu.
Der geplante Auftrag umfasst sechs konventionelle U-Boote mit einem Gesamtvolumen von rund 8 Milliarden US-Dollar. TKMS liefert Design und Technologie, den Bau übernimmt die indische Werft Mazagon Dock Shipbuilders. Eine Absichtserklärung unterzeichneten beide Seiten bereits im Juni 2023, die formellen Vertragsverhandlungen begannen im September 2025. Die Unterzeichnung wird innerhalb der nächsten drei Monate erwartet.
Alleiniger Bieter mit bewährter Technologie
TKMS ist de facto konkurrenzlos. Der letzte Mitbewerber, Navantia aus Spanien mit dem Entwurf S-80+, schied aus, weil wesentliche Technologien in Feldversuchen nicht nachgewiesen werden konnten. Der deutsche AIP-Antrieb — entwickelt gemeinsam mit Siemens — ist dagegen seit Jahren in mehr als 35 Booten weltweit im Einsatz. Diese Air-Independent Propulsion erlaubt deutlich längere Tauchzeiten und erschwert die Ortung der Boote erheblich.
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Kernanforderung Indiens: vollständiger Technologietransfer. Das entspricht der „Make in India“-Initiative der Regierung in Neu-Delhi und ist fester Bestandteil der Verhandlungen.
Voller Auftragsbuch, volle Agenda
TKMS meldet für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einer Bruttomarge von 17 Prozent. Das Management hob die Jahreswachstumsprognose auf bis zu fünf Prozent an. CFO Paul Glaser bestätigte, dass der Gesamtauftragsbestand — inklusive eines Folgeauftrags aus Norwegen — die Marke von 20 Milliarden Euro überschritten hat.
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Parallel investiert TKMS mehr als 200 Millionen Euro in den Standort Wismar, der künftig als zweiter großer Fertigungsstandort neben Kiel ausgebaut werden soll — mit neuer Produktionslinie für U-Boote und erweiterter Halleninfrastruktur.
Kanada und Deutschland als nächste Weichenstellungen
Der Besuch aus Neu-Delhi fällt in eine Phase mit mehreren laufenden Großverfahren. In Kanada konkurriert TKMS mit dem südkoreanischen Konzern Hanwha Ocean um ein Programm für rund ein Dutzend arktistaugliche U-Boote — Volumen bis zu 37 Milliarden Euro. Die Frist für überarbeitete Angebote läuft am 29. April ab.
Beim deutschen F127-Fregattenprogramm, das auf 26,2 Milliarden Euro geschätzt wird, gilt TKMS als einziger verbliebener Bieter. Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt am 24. Juni über die Finanzierung ab. Die Quartalsergebnisse, die im Mai erwartet werden, dürften zeigen, wie profitabel der Rekordauftragsbestand tatsächlich ist.
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