Während ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) in Asien lukrative Fakten schafft, schicken Anleger die Papiere auf Talfahrt. Ein frisch unterzeichnetes Abkommen für ein U-Boot-Wartungszentrum in Singapur sichert dem Konzern langfristige Einnahmen im Servicegeschäft. Dieser strategische Ausbau steht in einem scharfen Kontrast zur aktuellen Marktstimmung.
Am Dienstag fixierten TKMS und ST Engineering in Anwesenheit der Verteidigungsminister beider Länder eine weitreichende Absichtserklärung. Ziel ist ein gemeinsames Service- und Wartungszentrum in Singapur. Da die dortige Marine bereits das dritte von sechs bestellten U-Booten der „Invincible“-Klasse erhalten hat, etabliert der Konzern damit eine direkte Basis für das Lifecycle-Geschäft. Solche Wartungsverträge gelten in der Rüstungsbranche als Garant für stabile, margenstarke Cashflows.
Starkes operatives Fundament
Die Expansion in der Asien-Pazifik-Region, die perspektivisch auch Rüstungsprojekte in Indien und den Philippinen umfasst, fußt auf soliden Unternehmenszahlen. Im ersten Quartal erwirtschaftete TKMS bei 545 Millionen Euro Umsatz eine Bruttomarge von 17 Prozent. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose für das Wachstum auf zwei bis fünf Prozent an. Gestützt durch internationale Folgeaufträge durchbrach der Auftragsbestand zuletzt die Marke von 20 Milliarden Euro.
Markt ignoriert die News
An der Börse verpuffen diese fundamentalen Fortschritte derzeit völlig. Mit einem aktuellen Kurs von 74,45 Euro hat der Titel allein in den vergangenen 30 Tagen über 21 Prozent an Wert verloren. Der deutliche Abstand zur 50-Tage-Linie, die momentan bei 93,11 Euro verläuft, unterstreicht die anhaltende Schwächephase. Offenbar blenden Investoren die langfristigen Perspektiven des Servicegeschäfts momentan zugunsten kurzfristiger Verkaufsorders aus.
Die Diskrepanz zwischen dem operativen Ausbau in Asien und der schwachen Kursentwicklung markiert eine klare Divergenz. Mit einem festen Standbein im asiatischen Wartungsmarkt und einer angehobenen Jahresprognose hat das Management die fundamentalen Hausaufgaben gemacht. Eine nachhaltige Kurserholung setzt nun voraus, dass die Börse diese verlässlichen Cashflows wieder stärker gewichtet als die aktuelle charttechnische Abwärtsdynamik.
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