Der Kieler Rüstungskonzern TKMS steht vor den wohl bedeutsamsten Monaten seit seinem Börsengang im Oktober 2025. Zwei milliardenschwere U-Boot-Programme könnten das Unternehmen auf Jahrzehnte prägen – und die Weichen fallen schon bald.
Kanada: 37 Milliarden Euro auf dem Spiel
Am 2. März reichte TKMS gemeinsam mit der norwegischen Regierung ein rund 1.500 Seiten starkes Angebot bei der kanadischen Beschaffungsbehörde ein. Ottawa plant, zwölf konventionelle U-Boote zu beschaffen – ein Auftrag mit einem potenziellen Volumen von bis zu 37 Milliarden Euro. Die Entscheidung wird zwischen Mai und Juni 2026 erwartet.
Im Rennen steht TKMS gegen einen einzigen Konkurrenten: Hanwha Ocean aus Südkorea. Um die eigene Position zu stärken, hat TKMS Partnerschaften mit den kanadischen Unternehmen CAE und Magellan Aerospace geschlossen und zugesagt, kanadische Zulieferer in seine globale Lieferkette einzubinden. Das ist kein Zufall – die kanadische Regierung hat explizit gemacht, dass wirtschaftliche Vorteile für das Land ein zentrales Entscheidungskriterium sind.
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Das angebotene Modell, der Typ 212CD, wurde gemeinsam von Deutschland und Norwegen entwickelt. Das Boot kombiniert Dieselmotoren mit Lithium-Ionen-Batterien und einem Brennstoffzellen-Antrieb, der Tauchausdauern von bis zu 41 Tagen ermöglicht. TKMS liefert derzeit 70 Prozent aller U-Boote innerhalb der NATO – ein Argument, das im Vergabeverfahren kaum zu ignorieren ist.
Indien und ein wachsender Auftragsbestand
Parallel läuft die Expansion in Asien. Am 10. März unterzeichnete TKMS über seine Tochter Atlas Elektronik ein Teaming-Abkommen mit dem indischen Unternehmen VEM Technologies. Kern der Vereinbarung: Technologietransfer für den Schwergewichtstorpedo SeaHake mod4, mit dem Ziel, jährlich rund 500 Torpedos in Indien zu produzieren. Mittelfristig könnte daraus ein gemeinsames Unternehmen entstehen, das auch Exportmärkte bedient.
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Separat wurde ein Angebot von TKMS und dem staatlichen Schiffbauer Mazagon Dock Shipbuilders ausgewählt, um sechs U-Boote für die indische Marine zu bauen.
Diese Aktivitäten spiegeln sich in den Zahlen wider. Der Auftragsbestand hat die 20-Milliarden-Euro-Marke überschritten. Im ersten Quartal erzielte TKMS einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einer Bruttomarge von 17 Prozent. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose an: Statt bis zu zwei Prozent Wachstum werden nun zwei bis fünf Prozent angestrebt. Mittelfristig peilt das Unternehmen eine bereinigte EBIT-Marge von über sieben Prozent und ein jährliches Umsatzwachstum von rund zehn Prozent an.
Entscheidende Wochen im Mai
Am 11. Mai veröffentlicht TKMS seine nächsten Quartalszahlen – kurz vor der erwarteten kanadischen Vergabeentscheidung. CEO Oliver Burkhard hat in Aussicht gestellt, dass der Gewinn beider Großaufträge in den kommenden 15 Jahren den Bau von bis zu 24 U-Booten aus den norwegischen, kanadischen und deutschen Programmen nach sich ziehen könnte. Die Mai-Zahlen werden zeigen, wie schnell der Rekordauftragsbestand bereits in konkreten Umsatz münzt – und wie belastbar die angehobene Prognose ist.
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