Tocvan Ventures hat wesentliche Meilensteine bei der Entwicklung seines Flaggschiff-Projekts Gran Pilar im mexikanischen Bundesstaat Sonora erreicht. Gestern gab das Unternehmen neue Ergebnisse der Oberflächenexploration bekannt, die auf eine deutliche Ausweitung der mineralisierten Zonen hindeuten. Dies folgt unmittelbar auf den Vollzug der vollständigen Übernahme des Projekts am Donnerstag, womit sich der Explorer nun alle Rechte an den Kernkonzessionen gesichert hat. Gleichzeitig rückt der avisierte Produktionsstart näher.

Neue Entdeckungen und erweiterte Trends

Die jüngsten Explorationsarbeiten konzentrierten sich auf das Zielgebiet Bojorquez und den sogenannten Central Corridor. Gestern meldete Tocvan Ventures die Entdeckung einer neuen Zone innerhalb des Central Corridor, die etwa vier Kilometer nördlich der Hauptzone liegt.

Die Untersuchungen weisen auf einen über 1.000 Meter langen mineralisierten Trend hin. Gesteinsproben lieferten dabei Spitzenwerte von bis zu 2,4 Gramm Gold pro Tonne (g/t Au), 67 Gramm Silber pro Tonne (g/t Ag) und einen Kupferanteil von 1,6 %.

Diese Funde ergänzen die Ergebnisse von Bohrungen, die bereits vor gut drei Wochen eine bedeutende oberflächennahe Gold-Silber-Mineralisierung identifiziert hatten. In einem früheren Stadium der Kampagne lieferte ein Bohrloch über eine Länge von 215 Metern einen Durchschnittswert von 0,6 g/t Au.

Die nun gemeldeten Oberflächenfunde bestätigen laut Unternehmensangaben das Potenzial für eine räumliche Ausdehnung der bekannten Mineralisierung weit über das ursprüngliche Kerngebiet hinaus.

Vollständige Übernahme des Gran Pilar-Projekts

Am Donnerstag schloss Tocvan Ventures den Kaufvertrag zur Übernahme der verbleibenden 49-Prozent-Beteiligung an den ursprünglichen Bergbaukonzessionen von Pilar ab. Damit kontrolliert das Unternehmen nun 100 % des Flaggschiffprojekts. Wie die Colibri Resource Corporation als Verkäufer dazu mitteilte, belief sich der Gesamtkaufpreis auf 3,6 Millionen Kanadische Dollar (C$).

Die Zahlungsmodalitäten sehen vor, dass 2,0 Millionen C$ unmittelbar bei Abschluss gezahlt wurden, während die restlichen 1,6 Millionen C$ bis zum ersten Jahrestag der Vereinbarung fällig werden.

Colibri behält zudem eine Lizenzgebühr (Net Smelter Return, NSR) von 1,0 % an der künftigen Produktion ein. Tocvan Ventures hält jedoch das Recht, diese Lizenzgebühr für eine Zahlung von 1,0 Million C$ zurückzukaufen, um die künftigen Erträge vollständig im eigenen Haus zu behalten.

Zeitplan und Börsenbewertung

Neben der Exploration treibt das Unternehmen die Errichtung einer Pilotanlage vor Ort voran. Die Bauarbeiten schreiten voran, und das Ziel bleibt laut Unternehmensmeldung unverändert, die erste Produktion im vierten Quartal 2026 aufzunehmen. Diese Anlage soll die wirtschaftliche Gewinnung der Metalle unter realen Bedingungen testen und die Basis für eine spätere kommerzielle Großproduktion bilden.

An der Börse wird die Entwicklung derzeit mit einer Marktkapitalisierung von 34,64 Millionen € bewertet. Am Freitag beendete die Aktie den Handel mit einem Schlusskurs von 0,4840 €.

Obwohl das Unternehmen operativ deutliche Fortschritte bei der Konsolidierung und Ressourcenausweitung verzeichnet, spiegelt der langfristige Kursverlauf die Volatilität des Explorationssektors wider: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 27 %.

Anleger richten ihren Fokus nun auf die kommenden Monate, in denen weitere Detailergebnisse der Feldarbeiten und Updates zum Baufortschritt der Pilotanlage erwartet werden.