TOPIX: Vierte Verlustsession in Folge

Der japanische Leitindex TOPIX verliert erneut, angetrieben von schwachen BIP-Daten und wachsenden Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Notenbank.

TOPIX Aktie
Kurz & knapp:
  • Vierte negative Handelssession in Folge
  • Schwaches Wirtschaftswachstum belastet Stimmung
  • Markt rechnet mit Zinserhöhung im April
  • Geopolitische Faktoren dämpfen Handelsvolumina

Der japanische Leitindex TOPIX gab am Dienstag um 0,68 Prozent auf 3.761,55 Punkte nach und markierte damit den vierten Verlusttag in Serie. Bereits zum Wochenauftakt hatten schwächer als erwartete BIP-Zahlen die Stimmung belastet – nun verstärkt die Zinsdebatte den Abwärtsdruck.

Während Teile Asiens wegen des Neujahrsfests geschlossen blieben, rückte in Tokio die Geldpolitik in den Fokus. Notenbankchef Kazuo Ueda traf sich zu einem regulären Austausch mit Premierministerin Sanae Takaichi, ohne jedoch Details zu künftigen Zinsschritten preiszugeben. Die Zurückhaltung täuscht: Am Markt wird inzwischen für April eine Zinsanhebung als wahrscheinlich eingepreist – ein Szenario, das die Aktienkurse belastet.

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Schwaches BIP schürt Zinsfantasie

Die am Montag veröffentlichten Wachstumszahlen fielen ernüchternd aus: Im vierten Quartal 2025 expandierte Japans Wirtschaft annualisiert lediglich um 0,2 Prozent – Analysten hatten mit 1,6 Prozent gerechnet. Vor allem die Staatsausgaben bremsten die Entwicklung. Paradoxerweise stützt die Schwäche die Haltung der Regierung, die auf zusätzliche Konjunkturpakete dringt und eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel fordert.

Für die nächste Zinssitzung im März preist der Markt nur eine minimale Wahrscheinlichkeit von vier Basispunkten ein. Im April steigt die Erwartung jedoch auf 16 Basispunkte – ein klares Signal, dass Investoren mit einer strafferen Geldpolitik rechnen. Die Aussicht auf höhere Zinsen in einem schwachen Konjunkturumfeld drückt besonders zyklische Titel.

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Yen schwankt, Anleger bleiben vorsichtig

Parallel zum Index zeigte sich der Yen unentschlossen und bewegte sich bei 153,28 je Dollar. Die japanische Währung profitierte zwar leicht von den Zinserhöhungsspekulationen, blieb aber in einer engen Handelsspanne gefangen. Auch die dünnen Handelsvolumina aufgrund der Feiertagsschließungen in wichtigen asiatischen Märkten dämpften die Bewegungen.

Überregionale Faktoren wie die laufenden Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sowie Russland und der Ukraine sorgten unterdessen für Zurückhaltung. Sinkende Ölpreise und ein festerer Dollar belasteten rohstoffnahe Werte zusätzlich. Gold fiel unter 4.900 Dollar je Unze – ein weiteres Zeichen nachlassender geopolitischer Risikoprämien, die auch japanische Exportunternehmen unter Druck setzen.

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