TotalEnergies forciert den Ausbau seiner Gasförderung in Zentralasien. Während der Konzern in den USA juristischen Gegenwind bei der Windkraft erfährt, steht das nächste Großprojekt in Aserbaidschan vor dem Startschuss. Die Strategie bleibt klar: Fossile Basis stärken, um den Umbau zu finanzieren.
Expansion im Kaspischen Meer
Bis Ende 2026 soll die Umsetzungsphase für die zweite Stufe des Absheron-Gasfeldes beginnen. Das Projekt rund 140 Kilometer vor der aserbaidschanischen Küste setzt auf ein Unterwasser-Produktionsmodell. Drei neue Bohrungen sind geplant, die jeweils eine Kapazität von etwa 40.000 Barrel Öläquivalent pro Tag erreichen sollen.
Die technische Planung ist abgeschlossen, nun läuft die Ausschreibungsphase für die Hauptverträge. Partner sind der staatliche aserbaidschanische Energiekonzern SOCAR sowie ADNOC aus Abu Dhabi. Die erste Förderung aus dieser Phase wird für das Jahr 2027 erwartet.
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Juristischer Streit um Windkraft
In Nordamerika sieht sich das Unternehmen einer Klage von sieben US-Bundesstaaten gegenüber. New York und weitere Staaten werfen der US-Regierung und TotalEnergies die unrechtmäßige Stornierung von Offshore-Windpachtverträgen vor. Im Zentrum steht ein Deal über die Projekte Attentive Energy One und Two.
Der Konzern gab die Lizenzen zurück und erhielt im Gegenzug eine Rückerstattung von rund 928 Millionen US-Dollar. Die Kläger argumentieren, dass dieser Rückzug die regionalen Klimaziele und wirtschaftlichen Interessen gefährdet.
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Rückkäufe und Dividenden-Fahrplan
Das Management nutzt den hohen Cashflow weiterhin für massive Aktienrückkäufe. In der letzten Maiwoche erwarb das Unternehmen rund 1,77 Millionen eigene Anteile zu einem Durchschnittspreis von 76,39 Euro. Das entspricht einem Investitionsvolumen von fast 135 Millionen Euro.
An der Börse wird die Strategie honoriert. Die Aktie notiert aktuell bei 77,20 Euro und weist seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 37 Prozent auf. Der Kurs liegt damit deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 63 Euro.
Ende Juni 2026 steht der Ex-Tag für die Schlussdividende des Vorjahres an. Parallel dazu bietet der Konzern seinen Mitarbeitern neue Anteile zu einem Vorzugspreis von 62 Euro an. Dies entspricht einem Abschlag von 20 Prozent.
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