TotalEnergies hat sich aus dem Ölgeschäft des nigerianischen Renaissance-Joint-Ventures verabschiedet. Der Konzern verkauft seinen 10-Prozent-Anteil an Vaaris für insgesamt 800 Millionen Dollar. Das Gasgeschäft behält er vollständig.

Fokus auf Gas

Der Anteil war nicht operativ geführt, TotalEnergies hielt ihn als Minderheitsbeteiligung an den Lizenzen des früheren SPDC-Gemeinschaftsunternehmens. Die Transaktion war bereits im Januar 2026 angekündigt worden und ist nun vollzogen.

Die wirtschaftliche Beteiligung an den drei Gaslizenzen OML 23, OML 28 und OML 77 bleibt unberührt. Sie liefern derzeit die Hälfte des Gases, das in die nigerianische LNG-Produktion fließt. Der Konzern trennt sich also vom Öl und hält am Gas fest, das für seine Flüssiggasstrategie wichtiger ist.

Nigeria bleibt trotz des Teilverkaufs ein bedeutender Standort. 2025 förderte TotalEnergies dort 188.000 Barrel Öläquivalent pro Tag, damit zählt das Land zu den wichtigsten Beitragszahlern der Konzernproduktion. Hinzu kommen rund 540 Tankstellen und mehr als 1.800 Beschäftigte.

Rückkäufe laufen weiter

Parallel dazu setzt der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm fort. Für den Zeitraum vom 19. bis 23. Oktober meldete TotalEnergies neue Käufe eigener Aktien. Grundlage ist die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2026.

Die Verkaufserlöse von 800 Millionen Dollar stärken die finanzielle Flexibilität. Ob und wie der Konzern sie einsetzt, hat er bislang nicht mitgeteilt. Klar ist: Die Rückkäufe laufen unabhängig davon in wöchentlichem Rhythmus weiter, die nächste Meldung dürfte in der kommenden Woche folgen.