Die Aktie von TotalEnergies steht am heutigen Mittwoch im Fokus der Marktteilnehmer. Vorbörslich notiert das Papier des französischen Energiekonzerns bei 75,56 Euro und verzeichnet damit ein leichtes Plus von 0,5 Prozent. Frische Unterstützung erhält der Titel durch eine bestätigte Kaufempfehlung des Analysehauses UBS.

UBS-Analyst Joshua Stone bekräftigte am heutigen Mittwoch seine Einstufung mit „Buy“ und bezifferte das Kursziel auf 89,00 Euro. Bereits am vergangenen Sonntag hatte sich die britische Bank Barclays optimistisch positioniert und ein Kursziel von 100 Euro ausgegeben. Die Experten honorieren damit die strategische Ausrichtung des Konzerns in einem von Versorgungsengpässen geprägten Marktumfeld.

Milliardeninvestitionen in Übersee geplant

Rückenwind liefern zudem die jüngsten Projektankündigungen aus Südamerika. TotalEnergies stellte am Dienstag ein umfangreiches Investitionsportfolio für Argentinien vor, das ein Gesamtvolumen von rund 10 Milliarden US-Dollar umfasst. Kernstück der Offshore-Pläne ist das Gasprojekt Proyecto Alberdi vor der Küste Feuerlands, für das bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar vorgesehen sind.

Die Erschließung soll über drei bis fünf Unterwasserbohrungen erfolgen, die an bestehende Plattformen des Konsortiums im Konzessionsgebiet CMA-1 angebunden werden. TotalEnergies hält an dem Konsortium einen Anteil von 37,5 Prozent, ebenso wie der Partner Harbour Energy.

Eine finale Investitionsentscheidung für das Vorhaben steht derzeit allerdings noch aus. Weitere Mittel des argentinischen Pakets sollen in Onshore-Gasfelder wie Aguada Pichana Este und San Roque fließen.

Die Expansion fügt sich in die übergeordnete Strategie des Konzerns ein, die Produktion bei Öl und Gas zwischen 2025 und 2030 um durchschnittlich mehr als drei Prozent pro Jahr auszubauen. Konzernchef Patrick Pouyanné bekräftigte jüngst in einem Gespräch mit der Financial Times das Ziel, TotalEnergies zu einem führenden globalen Akteur weiterzuentwickeln.

Streikrisiko in Frankreich und anhaltende Aktienrückkäufe

Im Heimatmarkt sieht sich der Konzern indessen mit arbeitsrechtlichen Konflikten konfrontiert. Für den morgigen Donnerstag hat die französische Gewerkschaft CGT zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen könnten Raffinerielieferungen verzögern sowie das Tankstellennetz betreffen.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine allgemeine Lohnerhöhung von 200 Euro und einen Mindestgrundlohn, während das Management bisher einen Vorschuss von 1.000 Euro auf die Jahresprämie für französische Beschäftigte vorsieht.

Ungeachtet der operativen Reibungspunkte treibt TotalEnergies die Ausschüttungen an die Anteilseigner voran. Für die Jahre 2026 bis 2030 peilt der Vorstand ein jährliches Dividendenwachstum von über fünf Prozent an.

Flankiert wird dies durch laufende Marktoperationen: Zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober erwarb TotalEnergies rund 1,55 Millionen eigene Anteilsscheine im Gesamtwert von knapp 117,6 Millionen Euro über die Börse zurück. Mit einem Abschlag von 7,1 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bleibt der Wert für Anleger in Reichweite seiner bisherigen Jahreshöchststände.