TSMC zementiert seine Vormachtstellung im globalen KI-Wettlauf. Der Chip-Gigant profitiert massiv vom Hunger der Tech-Konzerne nach immer leistungsfähigerer Hardware. Neue Zahlen unterstreichen nun die zentrale Rolle der Taiwaner als unverzichtbarer Partner der Industrie.

Im Mai kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent. Vor allem die Nachfrage nach Chips für künstliche Intelligenz treibt dieses Wachstum an. Um den Bedarf zu decken, plant das Management eine aggressive Expansion.

Das Ziel: Bis 2029 soll die monatliche Wafer-Produktion eine sechsstellige Kapazität erreichen. Dafür baut der Konzern jedes Jahr mehrere neue Fabriken. So will TSMC die Engpässe in der globalen Lieferkette langfristig auflösen.

Prominente Unterstützung unterstreicht die Bedeutung des Unternehmens. Nvidia-Chef Jensen Huang besuchte kürzlich die Anlagen in Taiwan. Er begutachtete dort die Fertigung für die kommenden Chip-Architekturen Blackwell und Rubin. TSMC bleibt damit das Herzstück für die nächste Generation von KI-Hardware.

Die Finanzmärkte honorieren die Wachstumsstrategie. Die Aktie legte innerhalb von zwölf Monaten um fast 97 Prozent zu. Am Freitag schloss das Papier bei 366,50 Euro. Das 52-Wochen-Hoch von 389,50 Euro liegt damit wieder in Reichweite.

Trotz der Rallye bleibt die Bewertung im Branchenvergleich moderat. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt spürbar unter dem Durchschnitt der US-Halbleiterindustrie. Analysten bewerten das Papier deshalb mehrheitlich als Kauf.

Allerdings bremsen operative Hürden das Tempo. Das Management warnt vor einem Mangel an Fachkräften und knappen Wasserressourcen in Taiwan. Hohe Investitionskosten für den Bau der neuen Infrastruktur belasten obendrein die Bilanz.

In den kommenden Wochen richten Investoren ihren Blick auf die Umsetzung der Bauvorhaben. Die Fähigkeit, trotz geopolitischer Spannungen die Produktion zu skalieren, entscheidet über den weiteren Erfolg. Das Erreichen der Kapazitätsziele bis 2029 bleibt der wichtigste Meilenstein.