Rekordhoch an der Börse, milliardenschwere Verkäufe durch Großinvestoren und ein überraschender Strategiewechsel in der Fertigung. Bei TSMC klaffen derzeit Kursentwicklung und institutionelles Verhalten auseinander. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger ordnet seine Prioritäten neu.
Strategiewechsel bei der Belichtung
Der Konzern verzichtet vorerst auf die neueste Maschinengeneration. Berichten zufolge verschiebt TSMC den Einsatz der High-NA-EUV-Anlagen von ASML um mehrere Jahre. Stattdessen reizt das Management die bestehenden Standard-EUV- und DUV-Systeme weiter aus. Dieser Schritt wirft Fragen zum künftigen Wachstumspfad des niederländischen Zulieferers auf. Parallel dazu vertieft der Chipfertiger seine Partnerschaften im speziellen KI-Chipdesign.
Massive Expansion der Fertigung
Um den gewaltigen Hunger nach KI-Infrastruktur zu stillen, drückt das Unternehmen beim Ausbau aufs Tempo. Aktuell fährt TSMC mehrere Fabriken für den neuen 2-Nanometer-Prozess hoch. Die Produktionskapazität soll dabei den bisherigen Ausstoß der Vorgängergeneration um 45 Prozent übertreffen.
Auch in den USA verfestigt der Konzern seine Präsenz. Die Investitionen für den Standort in Phoenix steigen mit staatlicher Unterstützung auf 65 Milliarden US-Dollar. Ein neu eröffnetes Handelszentrum in Arizona soll die lokalen Lieferketten zusätzlich absichern.
Gewinnmitnahmen auf Rekordniveau
An der Börse markiert das Papier derzeit neue Bestmarken. Die Aktie schloss am Freitag bei 338 Euro und damit exakt auf ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein massives Kursplus von über 110 Prozent auf der Anzeigetafel.
Ausländische Investoren nutzten dieses Niveau zuletzt für Gewinnmitnahmen. Ende April zogen sie innerhalb weniger Tage rund 5,5 Milliarden US-Dollar aus dem Wertpapier ab. Analysten sehen darin jedoch primär technische Reaktionen. Mit einem globalen Marktanteil von etwa 70 Prozent bleibt TSMC der unangefochtene Hauptlieferant für Tech-Giganten wie NVIDIA, Apple und AMD.
Für Ende 2026 steht bereits der Start der Massenproduktion des 1,6-Nanometer-Prozesses im Kalender. Solange der Ausbau der weltweiten KI-Infrastruktur anhält, dürften die Preise für Logik- und Speicherchips hoch bleiben. Branchenexperten rechnen bis weit ins Jahr 2027 mit anhaltenden Lieferengpässen.
TSMC-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TSMC-Analyse vom 3. Mai liefert die Antwort:
Die neusten TSMC-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TSMC-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TSMC: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

