Der taiwanische Chipriese TSMC lädt für den 4. Juni zur Hauptversammlung. Es dürfte ein richtungsweisender Termin werden: Drei Themen stehen im Fokus – die ungebrochene KI-Nachfrage, mögliche Preisanpassungen für 3nm-Chips und der Baufortschritt des neuen Werks in Arizona.
Die Aktionäre stimmen zudem über eine Aufstockung des Aufsichtsrats von zehn auf zwölf Sitze ab. Die Zahlen geben Rückenwind: Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 40,6 Prozent auf 35,9 Milliarden Dollar, der Nettogewinn legte um 50,5 Prozent auf 18,1 Milliarden Dollar zu.
KI-Boom treibt Auslastung
TSMC bleibt einer der größten Profiteure des KI-Hypes. Nvidia-CEO Jensen Huang erklärte zuletzt, KI sei in eine Phase der Profitabilität eingetreten. Für die zweite Jahreshälfte sagt er eine hohe Auslastung der taiwanischen Halbleiter-Lieferkette voraus.
Die hauseigene CoWoS-Packaging-Kapazität läuft bereits an der Belastungsgrenze. Sie ist voll ausgelastet, um die Nachfrage nach KI-Chips zu bedienen.
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Expansion nach Europa und Amerika
International treibt TSMC seine Pläne voran. In Dresden beginnt das Unternehmen mit der Rekrutierung für die erste europäische Chipfabrik. Sie soll die Lieferkette stärken und Kunden aus der Automobil-, Industrie- und Unterhaltungselektronik bedienen.
Parallel dazu läuft das Werk in Arizona weiter – ein Prestigeprojekt, das geopolitisch wie strategisch enormes Gewicht hat.
Internes: Höhere Boni und Dividende
Auch intern tut sich etwas. Auf einer Betriebsversammlung bestätigte CEO C.C. Wei eine Anhebung des jährlichen Gewinnbeteiligungspools um 30 Prozent für 2026. Zudem hob das Unternehmen die Quartalsdividende auf 1,1136 Dollar je Aktie an.
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Die Analysten bleiben positiv gestimmt: Konsens „Buy“, durchschnittliches Kursziel 404,29 Dollar.
Die TSMC-Aktie notierte am Freitag bei 361,00 Euro – ein Minus von 0,96 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch liegt nur knapp darüber bei 364,50 Euro. Der RSI von 47,4 signalisiert eine neutrale Verfassung.
Bleibt abzuwarten, ob die Hauptversammlung nächste Woche neue Impulse liefert. Preisentscheidungen im 3nm-Bereich und der Zeitplan für die globalen Werke könnten die Richtung für die kommenden Monate vorgeben.
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