Hohe Nachfrage nach KI-Chips beschert TSMC einen neuen Umsatzrekord. Trotzdem steht der Chip-Gigant gleich an mehreren Fronten unter Druck. Eine Patent-Klage könnte weitreichende Folgen haben.
Der Mai 2026 war der stärkste Monat in der Unternehmensgeschichte: 416,98 Milliarden NT$ setzte TSMC um. Gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 30,1 Prozent. In den ersten fünf Monaten summiert sich der Umsatz auf knapp zwei Billionen NT$ – ebenfalls ein Plus von 30 Prozent.
Treiber bleibt das ungebrochene KI-Investment. High-Performance-Computing macht 61 Prozent des Quartalsumsatzes aus. Für das zweite Quartal 2026 rechnet TSMC mit einem Umsatz zwischen 39 und 40,2 Milliarden US-Dollar. Das wäre ein Plus von 32 Prozent.
ITC-Verfahren könnte Importe stoppen
Während die Zahlen glänzen, droht juristischer Ärger. Die US-Handelsbehörde ITC untersucht Patentverletzungsvorwürfe gegen TSMC. Geklagt haben Longitude Licensing und Marlin Semiconductor – Firmen, die hinter IPValue Management und Vector Capital stehen. Sie werfen dem Auftragsfertiger vor, Patente zu nutzen, die ursprünglich von UMC stammen.
Das Verfahren hat politische Kreise erreicht. Republikanische Abgeordnete fordern ein entschlossenes Vorgehen der ITC. Einige plädieren sogar für ein Importverbot von Chips, die gegen Patente verstoßen. Demokratische Vertreter aus Arizona warnen dagegen vor Lieferketten-Risiken. TSMC investiert massiv in den Bundesstaat.
Eine vorläufige Entscheidung des Verwaltungsrichters steht noch im Juni an. Das endgültige ITC-Urteil wird für Oktober 2026 erwartet.
Strengere Exportkontrollen für KI-Chips
Parallel dazu verschärft sich die Regulierungs-Diskussion. Taiwans Regierung verhandelt mit den USA über strengere Exportkontrollen für KI-Chips nach China. Ziel: Lücken im aktuellen Regelwerk schließen. TSMC betont, alle geltenden Gesetze einzuhalten.
Die Aktie notiert aktuell bei 358,50 Euro – ein Tagesplus von 1,13 Prozent. Über die letzten 30 Tage steht ein Plus von 6,07 Prozent. Vom Rekordhoch bei 389,50 Euro Anfang Juni ist sie 7,96 Prozent entfernt. Auf 12-Monats-Sicht legte die Aktie 92,33 Prozent zu.
CEO C.C. Wei setzt auf Nachhaltigkeit und Kundenvertrauen. CFO Wendell Huang deutet indes an, dass der Inflationsdruck Preisanpassungen nötig machen könnte. Die 3nm-Fertigung läuft derweil bei 175.000 Wafern pro Monat – und bleibt ausgelastet.
TSMC-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TSMC-Analyse vom 11. Juni liefert die Antwort:
Die neusten TSMC-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TSMC-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TSMC: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

