Der Hunger nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz kennt offenbar keine Pause. Das belegen die jüngsten Umsatzzahlen des weltgrößten Chip-Auftragsfertigers TSMC für die ersten beiden Monate des Jahres 2026. Während saisonale Effekte normalerweise bremsen, sorgt die anhaltende Nachfrage nach Hochleistungschips für ein kräftiges fundamentales Wachstum.
Starker Jahresauftakt trotz Feiertagen
In den Monaten Januar und Februar verzeichnete das Unternehmen kumulierte Erlöse von rund 718,9 Milliarden Neue Taiwan-Dollar (NT$), was einem Plus von etwa 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Zwar fiel der Februar-Umsatz im Vergleich zum Januar um 21 Prozent geringer aus, dies entspricht jedoch dem üblichen saisonalen Muster rund um das chinesische Neujahrsfest mit seinen reduzierten Arbeitstagen. Gegenüber dem Vorjahres-Februar steht dennoch ein solider Zuwachs von 22 Prozent zu Buche.
Haupttreiber dieser Entwicklung ist die ungebrochene Nachfrage nach Grafikprozessoren (GPUs) und anwendungsspezifischen Chips (ASICs) für den KI-Sektor. TSMC profitiert dabei von einer verbesserten Preisgestaltung durch einen fortschrittlicheren Produktmix und dem frühen Aufbau von Lagerbeständen bei Großkunden wie Apple, Nvidia und AMD. Analysten gehen davon aus, dass das erste Quartal die üblichen saisonalen Muster übertreffen wird.
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Kapazitätsausbau und geopolitische Risiken
Um den enormen Bedarf zu decken, beschleunigt der Konzern seinen Kapazitätsausbau in den USA. Die zweite Fabrik im Bundesstaat Arizona soll nun bereits 2027 statt 2028 Chips im fortschrittlichen 3-Nanometer-Verfahren produzieren. Gleichzeitig plant das Unternehmen, seine wichtige CoWoS-Verpackungskapazität bis Ende 2026 massiv auszuweiten, um bestehende Engpässe zu lindern.
Doch kann das Unternehmen dieses Tempo angesichts globaler Unsicherheiten halten? Neben möglichen taiwanesischen Exportbeschränkungen für modernste Technologien beobachten Marktteilnehmer die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die globale Lieferketten tangieren könnten. TSMC selbst erwartet aktuell keine wesentlichen operativen Einschränkungen, behält die Situation sowie die steigenden Energiekosten im Heimatmarkt jedoch genau im Blick.
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Analysten heben Prognosen an
An der Börse spiegelt sich die operative Stärke wider: Nach dem jüngsten Kursrücksetzer notiert die Aktie aktuell bei 305,00 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 12 Prozent. Angesichts der anhaltenden Engpässe bei den modernsten 3- und 5-Nanometer-Knoten passen Experten ihre Erwartungen weiter nach oben an:
- Goldman Sachs prognostiziert für 2026 nun ein Umsatzwachstum von 30 Prozent (zuvor 22 Prozent).
- Für das Jahr 2027 wird ein Anstieg von 28 Prozent erwartet.
- Die durchschnittlichen Kursziele der Wall Street liegen deutlich über dem aktuellen Niveau.
Die nächsten konkreten Impulse für die Aktie folgen am 19. April 2026. Dann wird TSMC seine vollständigen Quartalszahlen präsentieren und detaillierte Einblicke in die Auftragslage für die zweite Jahreshälfte gewähren.
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