TSMCs Quartalszahlen für Q4 2025 waren beeindruckend: 35 Prozent mehr Nettogewinn im Jahresvergleich, eine Nettomarge von fast 49 Prozent. Und trotzdem steht die Aktie unter Druck. Der Grund liegt nicht in den Fundamentaldaten — sondern in einer Kombination aus saisonalen Umsatzdellen, geopolitischen Schocks und wachsenden Margensorgen.
Februarzahlen lösen Kursrückgang aus
Der Februar-Umsatz fiel gegenüber dem Vormonat um rund 21 Prozent auf umgerechnet etwa 317,66 Milliarden Taiwanische Dollar. Das klingt alarmierend, ist aber laut Bank of America Securities ein typisches Muster: Weniger Arbeitstage rund um das Chinesische Neujahr drücken den Monatsumsatz regelmäßig nach unten. Im Jahresvergleich lag das Wachstum bei 22 Prozent.
Die Märkte reagierten dennoch mit einem Kursrückgang von knapp vier Prozent. Analysten der Bank of America um Haas Liu blieben gelassen: Sie bestätigten am 10. März ihr Kaufvotum mit einem Kursziel von 470 US-Dollar und erwarten, dass der Gesamtumsatz im ersten Quartal 2026 über dem saisonalen Durchschnitt liegen wird — getragen von starker Nachfrage nach KI-Chips und GPUs.
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Geopolitik als neuer Unsicherheitsfaktor
Seit dem 12. März verschärft der Krieg im Iran die Diskussion über die Verwundbarkeit globaler Halbleiter-Lieferketten. TSMC meldet keine unmittelbaren operativen Auswirkungen, beobachtet die Lage aber aktiv. Anhaltende Konflikte könnten Logistik und Rohstoffversorgung belasten — ein Risiko, das Investoren zunehmend einpreisen.
Hinzu kommt: Washington hat TSMC zum Jahreswechsel die beschleunigten Exportgenehmigungen für US-Chipfertigungsanlagen an sein Werk in Nanjing entzogen. Lieferungen erfordern nun reguläre US-Exportlizenzen, was den Kapazitätsausbau verzögern und verteuern könnte.
Seit dem 52-Wochen-Hoch Ende Februar hat die Aktie knapp elf Prozent verloren.
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Investitionen auf Rekordniveau
An der strategischen Ausrichtung ändert das wenig. TSMC plant für 2026 Investitionen zwischen 52 und 56 Milliarden US-Dollar — der größte Capex-Zyklus der Unternehmensgeschichte. Im Fokus stehen die neuesten Fertigungsknoten (2nm, A16, A14) sowie der beschleunigte Ausbau des zweiten Arizona-Werks, dessen 3nm-Produktion nun bereits 2027 statt 2028 anlaufen soll.
Für das Gesamtjahr 2026 hat das Management ein Umsatzwachstum von rund 30 Prozent in US-Dollar bekräftigt — eine Prognose, die das Unternehmen nach eigenen Angaben mit ungewöhnlich hoher Zuversicht abgegeben hat.
Zwei Risiken bleiben im Blick: Der Hochlauf der Auslandsfabriken und die ersten 2nm-Volumen dürften die Bruttomarge in frühen Phasen um zwei bis drei Prozentpunkte belasten. Die Q1-Zahlen, erwartet am 19. April 2026, werden zeigen, ob die Prognose trotz geopolitischer Turbulenzen Bestand hat.
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