Der taiwanische Halbleiterkonzern TSMC hat mit seinen jüngsten Erlöszahlen die Erwartungen übertroffen. Angetrieben von einer ungebrochenen Nachfrage nach Chips für Künstliche Intelligenz verzeichnete das Unternehmen im dritten Quartal einen neuen Rekord. Die aus den Monatsberichten errechnete Summe liegt über der Zielmarke, die das Management im Sommer ausgegeben hatte.
Hohe Nachfrage nach modernen KI-Prozessoren
Im September belief sich der konsolidierte Umsatz auf 511,86 Milliarden Taiwan-Dollar. Das entspricht einem kräftigen Zuwachs von 54,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für das gesamte dritte Quartal ergibt sich daraus ein Erlös von rund 1,49 Billionen Taiwan-Dollar.
Mit diesem Zwischenstand lässt der weltgrößte Auftragsfertiger die Schätzungen vieler Branchenbeobachter hinter sich. Laut Reuters hatten Analysten im Vorfeld mit einem etwas niedrigeren Quartalsvolumen gerechnet. Große Technologiekonzerne wie Nvidia und Apple sichern sich weiterhin umfangreiche Kapazitäten für modernste Rechenchips.
Margen und Investitionen im Fokus
TSMC selbst hatte im Juli für das abgelaufene Vierteljahr Erlöse zwischen 44,6 und 45,8 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Die nun erreichten Werte übertreffen diese Spanne. Seinen vollständigen Ergebnisbericht mit den detaillierten Finanzdaten will das Unternehmen am 15. Oktober vorlegen.
Bei dieser anstehenden Präsentation dürften Anleger vor allem auf die Profitabilität blicken. Der Hochlauf neuer Technologien könnte die Margen vorübergehend belasten. Gleichzeitig erfordert der Bau neuer Werke erhebliche Investitionen, weshalb Aussagen zur künftigen Auslastung mit Spannung erwartet werden.
Verhaltene Reaktion am Aktienmarkt
An den Finanzmärkten reagierten die Anleger heute dennoch zurückhaltend auf die Veröffentlichung. Die Aktie notiert bei 416,50 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 1,4 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang summiert sich das Kursplus des Papiers allerdings auf beachtliche 62 Prozent.
Die verhaltene Tagesreaktion verdeutlicht das bereits hohe Erwartungsniveau nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Monate. Das grundlegende Momentum im Bereich der Hochleistungsrechner bleibt intakt. Ob die Aktie ihren Aufwärtstrend fortsetzen kann, wird maßgeblich von den Ausblicken auf das Schlussquartal abhängen.
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